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Nachkauf WPP und 3M

WPP und 3M befinden sich schon länger in meinem Depot und auch auf der Liste für einen Nachkauf. Bei meinen Investitionen gehe ich sehr oft nach dem selben Muster vor. Ich ziele sehr oft auf eine Positionsgröße von 5.000€ ab und steige oft in mehreren Tranchen ein. Bei WPP lag meine 1. Tranche bei 1.450€ und bei 3M bei ca. 926€. Beide Werte pendelten mit einen Kursverlust von 15-20% vor sich hin. Die WPP Aktie habe ich am 05.02.2018 in mein Depot aufgenommen und am Tag darauf 3M. Somit sind die beiden 1. Tranchen nun genau zwei Jahre her und es war mal Zeit für eine Neubetrachtung.


Nachkauf WPP

WPP und 3MWPP ist ein Wert, bei dem die Entwicklung nach meiner 1. Tranche nicht ganz optimal verlief. Der CEO hatte im September 2018 gewechselt. WPP hat beim Thema Tempo und Umbau etwas zu langsam agiert. Die Bilanz hat sich daher nur wenig verbessert und es ist immer noch sehr viel Goodwill enthalten. Im 3. Quartal 2019 konnten die Umsätze deutlicher gesteigert werden. Dies lässt sich in meinen Augen auf die Neukunden eBay und Instagram zurückführen sowie den Ausbau der Kontrakte mit anderen großen Namen wie Coca Cola, Google, Unilever, General Mills und Nestle. Im Jahr 2020 gehe ich von einem stärkeren Wachstum aus und hoffe, dass sich die Situation in der Bilanz verbessert.

Die Struktur von WPP ist ein weiteres Problem. Hier hat man sich im Jahr 2018 auf eine Reduktion der Büros fokussiert und z.B. 60% der Anteile an der Marktforschungstochter Kantal veräußert. Am 27.02.2020 folgt der Bericht für das abgeschlossene Jahr 2019. Normalerweis halte ich mich bei Unternehmen kurz vor den Zahlen eher etwas zurück. Für das Jahr 2019 hat man einen Umsatzrückgang von 1,5-2% ausgewiesen. WPP bleibt eine spannende Geschichte und steht bei mir für das Jahr 2020 auf der Beobachtungsliste, da hier Ergebnisse folgen müssen. Die Dividenden ist laut Aktienfinder durch den Free-Cashflow gedeckt, was für mich erstmal ein gutes Zeichen ist. Die Grafik von EchtgeldTv ist von April 2019.


Nachkauf 3M

BeWPP und 3Mi 3M handelt es sich um ein Unternehmen, welches sehr nah am Industriebereich tätig ist. Hier dominieren demnach die Themen Konjunktur und der Handelsstreit mit China die Umsätze und Gewinne. So kam es im letzten Jahr zu einer Gewinnwarnung, bei der der Kurs ordentlich nachgegeben hatte. Ich hatte mich erstmal etwas ferngehalten, da ich abwarten wollte, wo die Reise hingeht. Der Kurspendelte zwischen 148-162€ öfter hin und her. Bei 143,90€ hatte ich mich dann dazu entschlossen meine 2. Tranche zu ordern.

Die Umsätze sind im Jahr 2019 zurückgegangen und auch der Gewinn ist geschrumpft. Das Unternehmen hat sich daraufhin ein Sparprogramm auferlegt und orientiert sich etwas defensiver auf den Bereich Health Care. Hierzu wurde im letzten Jahr auch eine Übernahme von Acelity durchgeführt. Hierbei handelt es sich um ein Health Care Unternehmen, welches auf die Wundversorgung spezialisiert ist. Zyklische Werte haben natürlich in konjunkturelle schwachen Phasen immer das Nachsehen.

Bei 3M gehe ich davon aus, dass mit einem Sparprogramm und Zukäufen wieder Wachstum generiert werden kann. Für mich ist dies somit ein günstiger Einstiegspunkt, obwohl ich davon ausgehe, das auch kurzfristig noch Kurse bei um die 135€ möglich sind. Die Vielzahl and Produkten und Patenten von 3M sollte man ebenfalls nicht unterschätzen. Ein Risiko ist natürlich das sinkende Eigenkapital, welches gleichzeitig zu einer Erhöhung der Treasury Stocks führte. 3M hat in den letzten Jahren sehr viele Aktien zurückgekauft.

 

Schlusswort zu WPP und 3M

Am 05.02.2020 habe ich somit 15 Stück 3M zum Kurs von 143,90€ und 120 Stück WPP zum Kurs von 11,73€ gekauft. Die Investitionssummen betrugen demnach 2.878€ und 1.407,60€. Meine Depotübersicht werde ich mit der Monatsauswertung Februar wieder aktualisieren. Bei beiden Unternehmen werde ich mir eine kleine Cashposition für einen weiteren Rückgang beiseite legen.

 

Beste Grüße

Stefan

9 Kommentare
  1. DividendenSparer
    DividendenSparer sagte:

    Hallo Stefan,

    wenn ich es richtig interpretiert habe, hat dein Depot aktuell um die 30 Positionen. Warum man da schon vorhandene Positionen aufstockt, verstehe ich immer nicht so ganz. Du bist ja nicht der Einzige, viele machen es so.

    Es handelt sich ja nicht um Value-Investing, wo eine Konzentration auf wenige Firmen Sinn machen würde, weil man meint, man hätte hier aufgrund einer besonders gründlichen Analyse besondere Wachstumschancen entdeckt.

    Ich finde, bei den Dividendenaktien gibt es so viele Kandidaten, bei 100 Positionen wäre meine Watchlist immer noch nicht komplett abgearbeitet. Ich habe jetzt 40 Positionen im Depot und habe erst bei einer Aktie aufgestockt. Allerdings sind meine Positionen auch alle sehr klein (zwischen 1000 und 2000 EUR).

    Soll keine Kritik sein, ich verstehe nur die Gründe dafür nicht.

    Viele Grüße
    Mike

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    • Stefan
      Stefan sagte:

      Hallo Mike,
      hatte vorhin eine ausführliche Antwort geschrieben. Leider weg 🙁 Also nochmal. 😀
      Die Anzahl der Positionen in meinem Depot ist nicht begrenzt. Ich habe zwar auf der Seite Strategie einen Richtwert von 35-40 Wertenangegeben. An diesen werde ich mich aber nicht mehr halten. Ich selbst habe 125 Werte auf der Watchlist für das Dividendendepot. Dies sind teilweise komplette Peer-Gruppen, welche ich beobachte. Die eigentlich Entscheidung für oder gegen einen Wert treffe ich erst viel später. Ich würde mir nie die vollen 125 Werte noch ins Depot legen.
      Ein Nachkauf ergibt dann Sinn, wenn die Aktie einen Rücksetzer macht. Du kannst deine persönliche Dividendenrendite auf dein investiertes Kapital schnell erhöhen. Du bekommst sozusagen mehr Anteile und mehr Dividende für das gleiche Geld. Dieser Punkt lässt natürlich erstmal Argumente hinsichtlich der wirtschaftlichen Situation des Unternehmens außen vor. Es gibt immer Gründe warum der Kurs nachgibt.
      Bei 3M ist dies konjunkturell und durch den Handelsstreit bedingt. Das Geschäft wächst halt einfach mal weniger. So kommt es dann auch zu Gewinnwarnungen. 3M sollte man sich grundsätzlich für einen längeren Anlagehorizont ins Depot legen. Meine 1. Position habe ich bei 3M ja auch erst im Jahr 2018 getätigt. Ich halte normalerweise nichts von Nachkäufen, wenn diese kurz nach der 1. Position stattfinden. Dies liegt daran, da sich strategische Entscheidungen im Unternehmen erst nach ca. 12 Monaten auswirken und sich spürbar etwas verändert. Ein Beispiel hierfür ist bei mir General Electric. Hier habe ich viel zu früh, schnell und überstürzt nachgekauft.
      Bei WPP hoffe ich auf ein solides Q4 und zukünftiges Wachstum.
      Es gibt aber auch Unternehmen, bei denen ich direkt mit größeren Summen eingestiegen bin. Dazu zählen aus der Vergangenheit heraus Visa, Allianz, Siemens und KPS. Siemens und KPS würde ich aber weniger zu der Kategorie der No-Brainer zählen. Ich schaue aber auch gerne auf den Kurs und die 200 Tageslinie. Immer ein schnell zu findender Indikator, wo die Aktie sich gerade befindet.
      Bei meiner endgültigen Entscheidung beziehe ich auch Merkmale wie Land oder Währung mit ein. Natürlich sind diese nicht so stark ausschlaggebend. Sie begleiten aber meine Portfoliostruktur, da ich auf diese schon achte. So sollte z.B. kein Wert 50% meines Depots ausmachen. Es folgen ja noch Beiträge zu meinen Käufen von Shell und Equinor. Der eine Wert ist britisch und der eine norwegisch. Derzeit beschäftige ich mich mit Unternehmen, welche im Januar ausschütten, da ich die Dividenden hier einmal deutlich steigern möchte. Einige interessante Kandidaten sind dabei.
      Ich hoffe ich konnte einige Informationen rüber bringen.
      Beste Grüße
      Stefan

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      • DividendenSparer
        DividendenSparer sagte:

        Hallo Stefan,
        da hast du wirklich ein paar stichhaltige Argumente für die Aufstockung deiner Positionen geliefert. Kann ich alles absolut nachvollziehen.
        Ich fürchte, bei mir kommt ein bisschen der Sammeltrieb zum Tragen. Es gibt so viele tolle Unternehmen und ich möchte die am liebsten alle im Depot haben (vorausgesetzt, sie zahlen vernünftige Dividenden). Wenn ich die 100 Positionen erreicht habe, werde ich mir überlegen müssen, ob damit die maximale Anzahl erreicht ist.

        Viele Grüße
        Mike

        Antworten
        • Stefan
          Stefan sagte:

          Hallo Mike,
          irgendwann kommt man an die Grenzen von Aufwand und Nutzen. Es gibt aber Menschen, die haben über 170 Werte in ihrem Depot. Also mach dir keine Sorgen. Das funktioniert schon 😉
          Beste Grüße
          Stefan

          Antworten
  2. Kassenwart
    Kassenwart sagte:

    Hallo Stefan,

    wie viel Quellensteuer fällt denn bei den Dividendenzahlungen der WPP Group an?
    Und werden diese von Deiner Depotbank verrechnet?

    Vielen Dank und viele Grüße
    der Kassenwart von SchwarzGeld.biz

    Antworten
    • Stefan
      Stefan sagte:

      Hallo Kassenwart,
      herzlich Willkommen auf meinem Blog. WPP ist ein britisches Unternehmen, sodass hier erstmal keine Quellensteuer anfällt. Solltest du jedoch deinen deutschen Freistellungsauftrag ausgereizt haben, werden die üblichen 25% Abgeltungssteuer + Solidaritätszuschlag + Kirchensteuer direkt von der Bank abgeführt.
      Beste Grüße
      Stefan

      Antworten
      • Kassenwart
        Kassenwart sagte:

        Hi Stefan,

        danke für die Info. Ich war aufgrund der “JE..”-ISIN unsicher.
        Wenn aber für “JE..”-ISIN die gleichen Regeln gelten wie für Großbritanien, dann ist ja alles schicki.

        Viele Grüße und guten Start in die Woche
        der Kassenwart

        Antworten
        • Stefan
          Stefan sagte:

          Hallo Kassenwart,
          dennoch aufpassen, es gibt noch eine ADR auf WPP. 😉 Hier fallen bei der Dividende dann Gebühren von der Bank an, welche die ADR herausgegeben hat.
          Beste Grüße
          Stefan

          Antworten

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  1. […] Ende Februar und in der ersten Märzwoche entschieden. Es handelt sich hier um eine weitere Position WPP, welche ich erst vor kurzem aufgestockt hatte. Weitere Nachläufe waren Royal Dutch Shell und […]

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