Die Kurse an der Deutschen Börse steigen.

Was ist eigentlich die Börse?!

Diese Frage würde ich dir gerne heute mal aus meinem Blickwinkel erläutern.

In der Rubrik über mich hatte ich schon mal erwähnt, dass mein erster Kauf einer Aktie im Jahr 2011 war. Hier habe ich für meine damalige Denkweise eine beachtliche Summe verloren.

Ich habe hier in ein insolventes Unternehmen im Bereich der Luftfahrt investiert und war von den Produkten und den bisherigen erworbenen Lizenzen schon ziemlich geblendet. Heute ist die Insolvenz immer noch nicht beendet und es finden heute sogar noch Prozesse vor Gerichten statt.

Wir haben hier schon den ersten Beteiligten, der an der Börse aktiv ist. Der Spekulant. Ich habe damals auf eine schnelle Beendigung der Insolvenz spekuliert und dieser Fall ist nicht eingetreten.

Dies war von mir natürlich schon sehr spekulativ gehandelt und ohne viel Fachwissen geprägt. Ich bin hier zu einem Spieler geworden, der am Ende nur Geld verloren hat.

 

Geschichte zur Börse

Die erste Börse entwickelte sich im 17. Jahrhundert mit der indischen Kompanie. Hier wurde auf den Preis der orientalischen bzw. asiatischen Waren spekuliert, da man nie wirklich wusste ob ein Schiff, welches zu der Zeit dem Typ eines Segelschiffs entsprach wirklich ankam. Die hohe Nachfrage der Bevölkerung nach diesen Waren musste irgendwo  gestillt werden. So kam es dazu, dass Reedereien Anteile an ihren Schiffen verkauften. Das erworbene Geld konnte die Reederei demzufolge in die Vergrößerung ihrer Flotte investieren. Infolgedessen konnte die hohe Nachfrage auf dem europäischen Markt an asiatischen Waren gedeckt werden. Meisten hatte der Halter der Aktie eine Vereinbarung mit der Kompanie und bekam einen Teil des Gewinns ausgeschüttet.

Im Vergleich zu heute machen Unternehmen nichts anderes um zu wachsen. Sie geben Anteile an ihrem Unternehmen aus und investieren dieses Geld dann in Forschung, Entwicklung und die Expansion in neue Märkte. Ihren Anteilseignern zahlen die dann eine Dividende aus als Dankeschön für die Investition und das Vertrauen für ihre Idee oder Produkt.

Rückblickend kann man sagen, dass die Börse also das Wachstum von Unternehmen fördert. Infolgedessen entstehen Arbeitsplätze. Wenn ein Unternehmen keine Anteile ausgeben könnte, würde manche Unternehmen wahrscheinlich heute noch mit 10 mitarbeitern bestückt sein. Andre Kostolany beschreibt dies sogar so, dass es viele Ideen oder auch Entwicklungen gar nicht gebeben hätte, wenn ein Unternehmer nicht dieses Risiko eingegangen wäre und Anteile ausgegeben hätte. Als Beispiel nennt er das Internet, Elektronik und Computer.

 

Beteiligte Personen an der Börse

Der Börsenguru Andre Kostolany stellt in seinem Buch „Die Kunst über Geld nachzudenken“ folgende Typen vor, welche an der Börse vorkommen:

  1. Makler
  2. Händler
  3. Spieler
  4. kleine und große Spekulanten
  5. Bankiers
  6. Finanziers

Jeder dieser Personen hat ein anderes Interesse. Einige verdienen durch schlechte oder gute Tipps ihr Geld und andere wiederum durch den täglichen Handel. Vom täglichen Handel würde ich jedoch abraten, da die Gebühren einem die Gewinne und infolgedessen die Rendite am Ende kaputt machen. Zudem benötigt man beim täglichen Handel deutlich mehr Zeit und ist dabei umso mehr belastet als bei einer Dividendenstrategie.

 

Emotionale und charakterliche Merkmale

An der Börse kommen natürlich auch viele emotionale bzw. charakterliche Züge zum Vorschein, die man manchmal bei sich selbst nicht vermutet hätte. Dazu zählen für mich die Illusion an etwas festzuhalten gepaart mit einem ständigen Optimismus. Zudem haben viele Menschen Erwartungen an der Börse schnell Geld zu verdienen und sind manchmal zu sehr von einer Aktie überzeugt.

Ich selbst habe einige dieser Eigenschaften an mir festgestellt. Besonders häufig traten bei mir Hoffnungen und Ängste auf, die sich bei steigenden oder fallenden Kursen gezeigt haben.

Man könnte fast sagen, dass die Börse den emotionalen Zustand der beteiligten wiederspiegelt. Nur sind Emotionen nicht der einzige Faktor, der die Kurse beeinflusst. Geld spielt hierbei auch eine wichtige Rolle.

 

Theorie und Praxis

Theorie und Praxis gehen an der Börse deutlich auseinander, manchmal steigend die Kurse, obwohl sie fallen sollten. Dies zeigt eigentlich, wie eng die Börse mit der Psyche des Menschen verbunden ist. Auch ich habe damals immer kalte Füße gehabt, wenn ich in mein Depot geschaut habe und mir gedacht, dass ich besser verkaufen sollte. Doch wer Geld hat, kann die Kurse und den markt ebenfalls steuern.

Das die aktuelle wirtschaftliche und politische Situation immer die Börse beeinflussen wird, ist denke ich nicht gelogen. Aber sie macht den geringsten Anteil aus, denn Staatsoberhäupter oder andere Politiker werden irgendwann gehen, da ihre Amtszeiten meistens zeitlich begrenzt sind. Somit lässt sich sagen, dass die Börsen seit dem 2. Weltkrieg ständig gestiegen sind. Der Frieden ist somit ein ebenso ein wichtiger Punkt wie Geld, die Psyche und die Politik um die Kurse steigen zu lassen.

 

 

Ich hoffe ich konnte dir mit meinem kurzen Artikel mein Denken über die Börse näher bringen. Ich finde einige persönliche Gedankenansätze von Andre Kostolany gar nicht so schlecht und habe versucht diese hier aufzugreifen. Bedenke immer, dass wenn du dir eine Aktie zulegst, die jemand verkauft um seine Gewinne mitzunehmen, weil er mit Sicherheit viel früher eingestiegen ist als du. Durch die vielen Aspekte die die Börse einem bietet, ist sie für mich ein interessanter Platz, wo sich viele Menschen tummeln und ihrem Emotionen freien Lauf lassen können.

Ich für meinen Teil möchte nach meinen Erfahrungen zu den langfristig investierten Börsianern gehören.

Sein Buch, welches ich gelesen habe, möchte ich in einem späteren Artikel mal vorstellen.

 

Ich wünsche dir somit noch ein schönes Wochenende.

Gruß Stefan

 

 

0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.