Jedes Unternehmen hat einen Wert.

Wert von einem Unternehmen

An den Börsen dieser Welt werden unheimlich viele Unternehmen gehandelt. Manche haben keinen Wert mehr und es existiert nach einer Insolvenz nur noch eine leere Hülle. In einem Video auf dem Kanal Mission Money gab es vor etwas längerer Zeit ein Video darüber, warum der Crash kurz bevor steht.  Keine Sorge – Ich plane nicht der nächste Crashprophet zu werden oder einen Stefan F. Premium Aktienfond aufzulegen. Vielleicht aber doch, wenn die Kurse weiter fallen.

 

Inhalt des Videos

Unternehmen haben einen Wert.In dem Video auf Mission Money wurde unter anderem thematisiert, dass sich viele „Schrottunternehmen“ durch die Nullzinspolitik günstig finanzieren und refinanzieren. Derzeit ist alleine in Deutschland zu beobachten, dass wir einen Tiefpunkt an Unternehmenspleiten angekommen sind. Eine Erhöhung vom Leitzins um 1-2% könnte daher zu einer Kettenreaktion führen. Ich halte dieses Argument für sehr plausibel. Die Zinsen werden nur langsam und schrittweise erhöht.

Anbei links einmal eine Grafik, welche den Trend, der seit 2012 anhält stark verdeutlicht. Ich nehme an, dass dieser Verlauf auf die ganze Welt bezogen nicht viel anders aussehen wird. Die Quelle ist unter dem Bild benannt.

Sollten die Zinsen in Europa durch die EZB angehoben werden, können sich viele Unternehmen nicht mehr so günstig finanzieren und gehen konkurs. Die Kurve müsste dann wieder deutlich steigen. Eine weitere Zahl, welche die geringen Unternehmensinsolvenzen stützt, ist die Arbeitslosenquote. Mir ist bewusst, dass Zahlen gerne gefälscht werden. Dennoch lag die Arbeitslosenquote im Juni bei genau 5,0%. Im Vergleich dazu einmal eine Zahl aus dem Jahr 2006. Hier lag die Arbeitslosenquote bei 10,8%. Wir sprechen also von Vollbeschäftigung. Welche Rückschlüsse kann man aus der Zinspolitik für seinen Vermögensaufbau und die Wahl seiner Unternehmen ziehen?




Welchen Wert hat ein Unternehmen nun?

Wie oben beschrieben, kann es für den Anleger in einem solchen Fall auch nach hinten losgehen. Es macht daher Sinn, sich an den bekannten Unternehmen („Blue-Chips“) zu orientieren. Aber auch bei diesen Unternehmen kann man verschiedene Möglichkeiten zur Wertanalyse anwenden.

 

Shareholder Value

Der Shareholder Value bezeichnet eine Unternehmenspolitik, welche darauf ausgerichtet ist, dass der Wert des Unternehmens stetig steigt. Zum einen betrifft dies den Kurs und die Bilanz des Unternehmens. Maßgebend für den Shareholder Value sind also bestimmte Ziele, welche einem CEO in seinen „Vertrag“ diktiert werden. Auch die Vergütung des CEO wird an diesen Meilensteinen gemessen. Für den Aktionär ist dieser Wert an einer erhöhten Kommunikation durch Ad-hoc Meldungen und Quartalsberichte, sowie mehr Transparenz erkennbar. Aktienrückkaufprogramme sind ebenso ein Mittel um die Aktionäre zufrieden zu stellen.

Ein für mich wichtiger Punkt ist die Dividendenpolitik. Die Dividenden sollten jährlich erhöht werden und in der Zukunft auch gesichert sein. Es gibt jedoch auch Unternehmen, welche eine hohe Dividende aus ihrer Substanz heraus bezahlen. Dieser Zustand sollte in meinen Augen nicht sehr lange beibehalten werden.

 

Stakeholder Value

Bei dieser Methode steht der Aktionär fast total im Hintergrund, da man hier versucht die Interessen von vielen Gruppen unter einen Hut zu bekommen. In Deutschland ist dies sehr stark zu beobachten, da wir das Betriebsverfassungs-, Montanmitbestimmungs- und das Mitbestimmungsgesetz haben. Diese drei Gesetze ermöglichen es den Arbeitnehmern einen Einfluss auf die Unternehmenspolitik zu nehmen. Dies geschieht zum Beispiel durch eine Vertretung im Aufsichtsrat des Unternehmens. Es stehen somit die Renditeerwartungen der Aktionäre zu den sozial-ökonomischen Interessen der Arbeitnehmer in einem Spannungsverhältnis.

An dieser Stelle sei auch der Hinweis gegeben, dass dies eher ein Problem ist, welches man auf Deutschland eingrenzen kann. Die Unternehmen aus den USA sind von diesen Auswirkungen nicht betroffen, da es in den USA solche Gesetze nicht gibt. In den USA gibt es Gewerkschaften die Tarifverhandlungen mit den Arbeitgebern führen.

 

Brand Value

Der Begriff Brand stammt aus dem englischen und bedeutet Marke. Die Produkte haben einen großen Einfluss auf die Marke. Die Marke muss zudem auch in Zukunft von den Kunden gewollt und akzeptiert sein.  Ein Beispiel hierfür ist z.B. Apple mit seinen iPhones. Das iPhone war das Gerät, welches Apple erst zu einer richtigen Marke hat werden lassen. Ein ansprechendes Logo ist zudem auch sehr entschiedend für einen hohen Brand Value. Der typische Apfel auf den Produkten von Apple kennt jeder. Die Preise, welche Apple für seine Produkte verlangt, sind im Vergleich zur Konkurrenz extrem hoch. Das Image bestimmt somit den Preis. Der Konsument fühlt sich durch den Besitz von Apple Produkten wertvoller und besser. Hier setzt ein Verlangen nach Anerkennung ein, welches für stetiges Umsatz- und Gewinnwachstum sorgt.




Schlusswort

Die oben beschriebenen Werte kannst du nicht in Zahlen messen. Es sind also die persönlichen Einschätzungen, welche bei dieser Fundamentalanalyse eine Rolle spielen.

Für die letzte Methode habe ich sogar denke ich ein aktuelles und gutes Bespiel gewählt.

Dieses Beispiel stellt natürlich wie immer keine Anlageempfehlung dar und sollte kritisch hinterfragt werden. Ich hoffe, dass dir dieser Artikel gefallen hat und freue mich auf deinen nächsten Besuch auf meinem Blog.

 

Beste Grüße

Stefan

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