Geld prägt den Charakter ungemein.

Verdirbt Geld den Charakter

Geld erfordert in meinen Augen gewisse Tugenden bzw. Fähigkeiten, und damit richtig umgehen zu können. Diese Tugenden und Fähigkeiten prägen dann deinen Charakter entscheidend um erfolgreich zu werden. Doch dieses mal soll es nicht über die positiven Dinge zum Thema Geld gehen, sondern um Menschen, die davon viel haben und wie ein Teil der Menschen auf diese Personengruppe reagiert, wenn diese wenig davon besitzt.

 

Die Reichen sollten wesentlich höher besteuert werden

Ich beobachte es immer öfter auch im Zuge der Bundestagswahlen, wie Menschen sich durch falsche Thesen zu falschen Ansichten verleiten lassen. Die Reichen seien die Bösen und haben sich ihren Reichtum durch Lug und Betrug angeeignet und müssen deshalb höher besteuert werden. An dieser Stelle ergibt sich ein unheimliches Potenzial für Neid und Missgunst. Viele Menschen verlieren somit den Blick für das wesentliche und ihre eigene Situation. Sie verlieren sich in Pauschalisierungen und werfen ihre eigenen Prinzipien über Bord. Meisten fallen in diesem Zusammenhang noch Äußerungen, dass diese Menschen einen schlechten Charakter haben. Sie seien arrogant und überheblich sind oft Bestandteile der Argumentationskette. Vielleicht tragen die Medien in gewisser Weise einen entscheidenden Teil dazu bei, dass solch ein Bild existiert.

 

Der Blickwinkel der anderen Seite

Man darf bei dieser Diskussion die wichtigen Punkte nicht außer acht lassen, dass vermögende Menschen für ihren Reichtum hart gearbeitet haben. Gegebenenfalls sind diese Menschen in frühen Jahren ein unheimlich hohes Risiko eingegangen. An dieser Stelle würde ich gerne mal Warren Buffet erwähnen, der am Anfang seiner Karriere als Vermögensverwalter mit seinem eigenen Geld voll ins Risiko gegangen ist. Er hatte eine Idee, einen Plan und Mut dieses Risiko zu tragen. Es fällt auch auf, dass das Umfeld von Warren Buffet hauptsächlich aus anderen Investoren bestand, von denen er lernen konnte. An dieser Stelle kann man Peter Lynch oder Charlie Munger erwähnen. Diese Beharrlichkeit einen Plan durchzuziehen und jeden Tag viel Schweiß in seine Passion zu stecken, werden irgendwann mit einer reichen Ernte belohnt. Erfolgreiche Menschen werden immer einen hohen Anspruch ans ich selbst und ihre Mitmenschen haben.

 

Schlusswort

Zum Schluß möchte ich dir mitgeben, dass du dir dein Umfeld genau anschauen solltest. Die ersten 6 Menschen in deinem Umfeld, die dir am nächsten stehen, zeigen dir wer du bist. Entwickle Prinzipien für dich, denen du treu bleibst. Orientiere dich an Menschen, die es geschafft haben erfolgreich zu werden. Lass ab von Pauschalisierungen und Verurteile niemanden für seine Früchte, die er heute erntet. Es gibt nicht umsonst das Sprichwort everybody`s Darling is everbody´s depp. Du wirst im Leben öfters anecken und viele Menschen werden nicht deiner Meinung sein. Lerne damit umzugehen.

Natürlich kann Geld gewisse Charakterzüge verstärken. Drum würde ich dir empfehlen, dir abseits vom Thema Geld Schwerpunkte zu setzen, die dem entgegen wirken. Dies kann eine gesunde Ernährung, eine Beziehung, Sport Freunde oder die Familie sein. Ein Anlaufpunkt, der dich ab und zu wieder auf den Boden holt ist sehr wichtig. Finanzielle Freiheit entwickelt sich nicht von heute auf morgen. Oftmals fängt Freiheit schon im Kopf an und prägt dann den Charakter.

 

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Gruß Stefan

4 Kommentare
  1. DerMitleser.
    DerMitleser. sagte:

    „Man darf bei dieser Diskussion die wichtigen Punkte nicht außer acht lassen, dass vermögende Menschen für ihren Reichtum hart gearbeitet haben.“ Das ist ja wohl der blanke Hohn! Die Reichen sind nicht deshalb reich, weil sie hart gearbeitet haben (Ausnahmen bestätigen die Regel). Die meisten von ihnen haben geerbt und/oder wurden noch zu Lebzeiten ihrer Eltern über Jahre hinweg großzügig beschenkt (um die Erbschaftssteuer zu umgehen). Ich empfehle Dir, Dich diesbezüglich mal mit den Stichworten „Eigentum“, „Erbschaft“, „Schenkungen“, „Stiftungen“ und „Steuer“ zu beschäftigen. Auch solltest Du Dich mal fragen, woher die ursprünglichen Vermögen weltweit in den „vornehmen“ Familien stammen und auf welche Art und Weise diese entstanden sind.

    Antworten
    • Sparkojote
      Sparkojote sagte:

      Ich empfehle dir das Buch „The Millinaire Next Door“ zu lesen, dann weisst du wer diese allzu „bösen“ und Reichen „Erben“ sind, nämlich die wenigsten. Ich gebe dir recht, die extrem reichen Multi Milliardäre haben oftmals geerbt, wenn man hingegen die weniger Reichen anschaut unter anderem Multimillionäre unter 100 mio und unter 10 mio (was übrigens die meisten der „Reichen“ sind). Dann wirst du feststellen das die meisten Erstgenerationler sind und ihr Vermögen selber erarbeitet haben. Die wahrscheinlichkeit das einer deiner Nachbarn Selfmade Millionär ist vermutlich höher, als das er ein „Erber“ ist 🙂

      Ausserdem habe ich nichts gegen das Erben, solange man mit dem Geld sinnvoll umgehen kann und es nicht verprasst. Wobei sich das natürlich als schwierig darstellt, wenn man plötzlich von heue auf Morgen reich ist und sonst nie mit Geld umgehen konnte.

      Grüsse
      Thomas

      Antworten
      • Stefan
        Stefan sagte:

        Guten Abend Thomas,
        Danke für die sachliche Antwort.
        Ich werde auf den Kommentar des Lesers noch etwas genauer eingehen. Leider fehlte mir dafür die Zeit. Ich hatte seinen Kommentar auch gestern erst freigegeben, da ich einfach nicht die Zeit gefunden hatte einen Blick auf den Blog zu werfen. Morgen habe ich mir einen Tag eingeplant, wo ich wieder nur am Blog arbeiten werde, da ich mir für die Folgewoche wegen meiner neuen Wohnung etwas Zeit freischaufeln muss. 🙂
        In diesem Sinne.
        Gruß Stefan

        Antworten
    • Stefan
      Stefan sagte:

      Guten Tag an DerMitleser,
      Ich Bitte erstmal um Verzeihung, dass dein Kommentar erst 2 Tage später freigeschaltet wurde. Dies hatte den Grund, dass ich 4 Tage nicht aktiv auf dem Blog zugegen war. Zum einen hast du meinen Satz etwas aus dem Zusammenhang gerissen, was bei diesem sehr brisanten Thema schnell mal passieren kann. Viele unterschiedliche Dinge miteinander zu verknüpfen, um ein Gesamtbild zu haben, gelingt nunmal nicht jedem. Mein Artikel bezieht sich in dem Abschnitt auf Menschen, die aus dem Nichts etwas aufbauen und damit dann erfolgreich werden. An dieser Stelle hatte ich auch das Beispiel mit Warren Buffet gebracht. Andere Beispiele wären die Gründung von Paypal, Microsoft, Facebook etc…
      Alle diese Firmen prägen natürlich eine ganze Generation mit ihren Produkten, die einem das Leben erleichtern bzw. auch beruflich einem viel ermöglichen sich selbst zur verwirklichen. Der Nutzen für die Allgemeinheit ist somit enorm. Die Nutzung der Produkte bringt diesen Unternehmen Geld ein. An dieser Stelle findet also eine Umverteilung von Geld statt. Auf der einen Seite entsteht ein Vermögen und auf der anderen Seite fehlt dieses Geld. Hieraus entsteht ein Spannungspotenzial, welches nur staatlich reguliert werden kann. Es gibt nicht umsonst den Leitspruch für Unternehmen, die von Familien führt werden „Reichtum verpflichtet“. Diese Verpflichtung ist sogar im Grundgesetz verankert. An dieser Stelle solltest du dir mal den Artikel 14 ff im Grundgesetz durchlesen. Somit entstehen durch Vermögen automatisch Arbeitsplätze. Aus diesen Arbeitsplätzen folgen dann Steuereinnahmen, die dem Gemeinwohl zugute kommen können. Somit hätten wir den Begriff „Eigentum“ mal etwas genauer unter die Lupe genommen. Als nächstes würde ich gerne die Begriffe „Steuer“, „Schenkung“ und „Erbschaft“ mal etwas nähe beleuchten. Der Anteil der Steuereinnahmen am Gesamthaushalt durch die Erbschafts- und Schenkungssteuer ist kaum erwähnenswert. Die Beträge liegen glaube ich bei derzeit maximal 10 Milliarden Euro. Diese Höhe entspricht sogar fast den Einnahmen, die durch die Abgeltunsgsteuer entstehen. Gemessen am Gesamtbundeshaushalt sind dies somit Peanuts und nicht der Rede wert. Der Staat versucht hier nur ein kleines Stück vom Kuchen abzugreifen, um dies wie oben schonmal erwähnt dem Gemeinwohl zuzuführen. Die Vermögen, die heute in Teilen vererbt werden, sind zudem über einen langen Zeitraum entstanden. Wie Thomas in seinem Kommentar schon geschrieben hatte, ist die Anzahl derer, die ein Vermögen besitzen, für dessen sie nicht gearbeitet haben deutlich gering und die Chance, dass dein Nachbar ein erfolgreiches Startup gründet deutlich höher. Das Thema Stiftungen ist natürlich auch unheimlich interessant, da zum Beispiel Bill Gates sein gesamtes Vermögen in eine Stiftung investiert hat. Warum? – Weil er es kann! Kein Mensch der Welt hat das Recht jemand anderem vorzuschreiben, was er mit seinem Geld zu tun hat. Es steht denke ich jedem Bürger frei, ebenfalls eine Stiftung oder ein Unternehmen zu gründen um Steuern zu sparen. Ich finde an Steuern sparen ist nichts verwerfliches dran. Im Gegenteil, es ist in einem geringen Maße sogar von stattlicher Seite erlaubt! Vielleicht sind dies am Ende alles auch nur Auswirkung der gesellschaftlichen Struktur einer Demokratie, die durch Zufall einfach nur da sind. Ich hoffe man merkt die Ironie an dieser Stelle. Mans sollte an dieser Stelle nie vergessen, dass vor einigen Jahrzehnten Menschen für diese Freiheiten ihr Leben gelassen haben. Es sind Rechte und Freiheiten, die mit viel Blut erstritten worden sind. Dies nun in Frage zu stellen oder als schlecht darzustellen wäre denke ich der blanke Hohn. Menschen wie Robert Blum oder andere Demokraten, die den Weg bis 1848/1849 eingeleitet hatten würden sich im Grabe umdrehen.
      In diesem Sinne sollten wir alle froh sein, dass wir in einem demokratischen Gefüge leben, welches durch die Gewaltenteilung, Meinungsfreiheit, körperliche Unversehrtheit etc. seit Jahrzehnten existiert. In anderen Ländern ist dies leider nicht der Fall. Am Ende bin ich zudem der Meinung, dass der Staat nicht die Pflicht hat es jedem Bürger recht zu machen. Das Prinzip – Wer etwas leistet solle dafür belohnt werden sollte weiter bestehen bleiben. Der Staat ist nicht dafür da den einzelnen Bürger zu bevormunden und ihm immer mehr Sicherheiten zu geben. Es sollte an jedem selbst liegen, was er aus seinem Leben macht, wie er lebt und wie er sein Leben gestaltet. Auch dies sind Eckpfeiler einer Demokratie. Es sind am Ende nicht umsonst die 3 Worte Einigkeit, Recht und Freiheit, welche unser Zusammenleben in Deutschland und auch anderen Ländern in Europa prägen.
      Bevor man mir jetzt Blindheit vorwirft, sehe auch ich, dass es manchmal etwas bröckelt und es in vielen Bereichen Handlungsbedarf gibt

      Dein Kommentar enthielt für mich einfach viele Ansatzpunkte einer Grundsatzdiskussion über Grundsätze, die nicht jedem klar sind und vielen öfter mal wieder in Erinnerung gerufen werden sollten.
      Gruß Stefan

      Antworten

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