Neue Anlageklassen in meinem Portfolio

Erweiterung vom Portfolio

Das Thema der Aufteilung Anlageklassen in meinem Vermögen beschäftigt mich schon etwas länger. Der risikoreiche Teil durch Aktien und ETFs nimmt stetig zu. Gleichzeitig wächst mein Gesamtvermögen ebenfalls weiter. Im Jahr 2020 werde ich voraussichtlich die 100.000 € im Dividendendepot knacken. Diese Summe hat mich dazu bewegt, mir Gedanken über weitere Anlageklassen, wie z.B. Anleihen zu machen. Der Gedanke beschäftigt mich schon etwas länger und ich habe hier eine Entscheidung getroffen. Des Weiteren gibt es einige weitere neue Assets, welche ich in den nächsten Monaten in meine Anlagestruktur aufnehmen werde. Bei den ETFs hat sich zum 01.08.2019 ebenfalls etwas getan. Dies hatte ich in der Monatsauswertung für den Juli leider unterschlagen. Jetzt gehen wir mal Schritt für Schritt alle Anpassungen durch.



Das ETF-Depot

Als erstes habe ich die Ausschüttungen meiner ETFs in den vergangenen beiden Jahren betrachtet. Hierbei habe ich die rund 100€ aus dem letzten Jahr durch 12 geteilt und meine Sparrate auf den MSCI World um 3,50 €, auf den Emerging Markets um 2,11 € und auf den Euro Stoxx 600 um 1,39 € erhöht. Sinn und Zweck ist ein stärkeres Wachstum des ETF Depots. Dieser Schritt ist natürlich nur ein kleiner Tropfen und als absolutes Mikromanagement anzusehen. Ich wollte damit bezwecken, dass die Erträge aus den ETFs auch bei den selbigen verbleiben.

Das Thema Anleihen ist für mich nun entschieden. Die Sparrate für das ETF-Depot erhöht sich um 100 €. Diese 100 € werden aus den laufenden Dividendeneinnahmen getragen. 25 € werden in den iShares Global Government Bond (G7 Staaten) investiert. Die anderen 75 € wandern in den iShares J.P. Morgan $ Emerging Markets Bond. Bei den ETFs sind ausschüttend und werden somit ebenfalls die Sparrate auf meine Kern-ETFs stetig erhöhen. Der G7 ETF schüttet quartalsmäßig und der EM-ETF monatlich aus.

Ein direktes Investment in eine einzelne Staatsanleihe kam für mich nicht in Frage, da dies aufgrund der Stückelung meistens nicht passt. Es gibt viele Anleihen, in welche man erst ab 1.000 € – 100.000 € investieren kann. Die Stückelung ist hier für Kleinanleger ein Hindernis. Mit einem ETF kann ich diese Hürde umgehen. Von den Anleihen erhoffe ich mir eine geringere Volatilität und bessere Asset Allocation in meinem Depot.



Kryptowährungen

Von der Börse Stuttgart gibt es mittlerweile eine App mit dem Namen Bison, welche einem Zugang zum Handel mit Kryptowährungen verschafft. Ich habe die Testversion seit einigen Monaten auf dem Handy und werde in den nächsten Monaten auf die Echtgeldvariante wechseln. Derzeit lassen sich nur 4 Coins handeln. Dazu zählen Bitcoin, Litecoin, Ethereum und Ripple. In Zukunft soll das Angebot noch erweitert werden. Mein Initialinvestment in Kryptowährungen wird bei nur 1.000 € liegen. Eine Idee für eine genaue Aufteilung unter den verschiedenen Coins habe ich derzeit nicht. Eine Erhöhung von meinem Initialinvestment ist nicht angedacht. Ich finde die App auf jeden Fall sehr bequem und fühle mich damit sicherer als mit irgendwelchen Accounts auf dubiosen Seiten von irgendwelchen 3. Anbietern. Über meine Kryptowährungen werde ich auf meinem Blog definitiv nicht weiter öffentlich berichten, da sich meine eigenen Erfahrungen gegen Null bewegen.

 

P2P-Kredite

Ein Thema, woran ich vor gut einem Jahr schon Interesse hatte. Mich hielt jedoch der Gedanke davon ab, dass irgendwelche Osteuropäer mit meinem Geld hantieren. Für mich sind P2P Kredite dennoch eine Anlageklasse, welche ich mit einem Initialinvestment von 1.000 € aufnehmen möchte. Dieses Risiko bin ich bereit zu tragen. Auch hier plane ich keine weiteren Erhöhungen. Dieses Geld schreibe ich genau wie die Kryptowährungen sofort ab. Es besteht von meiner Seite auch nicht das Interesse hier dutzende Plattformen zu bestücken. Ich werde mich auf eine einzige Plattform konzentrieren. Diese Plattform werde ich auf meinem Blog auch nicht erwähnen, da ich wie bei den Kryptowährungen keine Erfahrungen mit dieser Anlageform habe.



Schlusswort

Wie du siehst mache auch ich mir hin und wieder Gedanken um mein Anlageklassen. Der Teil der Anleihen wird kontinuierlich aufgebaut und die Kryptowährungen und P2P Kredite bleiben Einmal-Investments. Die Sparrate der ETFs werde ich denke in einem jährlichen Turnus überprüfen und anpassen. Ich werde hier auch nie an den maximalen Wert gehen, welcher sich aus den Ausschüttungen ergibt, da die Ausschüttungen auch schwanken können. Die Anleihen ETFs bespare ich ab dem 01.09.2019. Wann ich die anderen Anlageklassen einbinde weiß ich noch nicht. Bei den P2P Krediten könnte ich mir vorstellen diese mit in die Monatsauswertung einzubeziehen. Ich hoffe dir hat dieser Beitrag gefallen. Mit der Auswertung für den Monat August aktualisiere ich die Grafiken auf dem Blog wieder.

Beste Grüße

Stefan

10 Kommentare
  1. Jung in Rente
    Jung in Rente sagte:

    Moin Stefan,

    interessant über die Neuerungen in deinem Depot zu lesen!

    Was mich dabei insbesondere interessieren würde ist, wie du auf die beiden Anleihe-ETFs gekommen bist.

    Ich habe auch schon mehrere Anläufe genommen, mich in die Thematik reinzufuchsen. War letztlich aber immer von der unglaublich großen Auswahl an Anleiheindizes erschlagen.

    Kannst du da für mich ein wenig Licht ins Dunkel bringen?

    – David

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    • Stefan
      Stefan sagte:

      Hallo David,
      ich habe auf meinem Blog mal einen Artikel zum Thema Anleihen geschrieben.

      https://www.finanzen-mit-plan.com/3-3-anleihen-als-anlagemoeglichkeit/

      Dieser Artikel beinhaltet jedoch nicht alle Punkte rund um das Thema Anleihen. Unternehmensanleihen sind fast selbsterklärend herausgefallen, da ich ja schon Einzelaktien in meinem Depot habe. Mir ging es hauptsächlich um die Reduzierung der Volatilität und eine Risikominimierung in meinem Depot. Auch ich sehe den Fakt, dass viele Staatsanleihen derzeit negative Rendite abwerfen. Mit einem ETF gehe ich diesem Risiko etwas aus dem Weg. Am Ende muss man sich die Frage stellen, ob man sich als Kleinanleger eine einzelne Staatsanleihe ins Depot legen sollte. Hier setze ich eher auf eine breite Streuung. Bei der Auswahl der ETFs habe ich mich ganz einfach durch http://www.justetf.com geklickt. Die wesentlichen Faktoren für mich waren auf jeden Fall das Fondsvolumen, regelmäßige Ausschüttungen, sparplanfähig bei der Comdirect und eine vertretbare TER. Letzteres ist bei ausschüttenden ETFs tendenziell immer höher. Die G7 Staaten wollte ich auf jeden Fall dabei haben. In den EM lassen sich noch kleine Renditen erwirtschaften. Der Anteil der Anleihen wird sich jetzt monatlich stetig erhöhen.

      Beste Grüße
      Stefan

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  2. Market-Vertimer
    Market-Vertimer sagte:

    Hallo Stefan,

    deine Gedanken kann ich gut nachvollziehen.

    Nur ein paar Anmerkungen: EM-Anleihen korrelieren recht heftig mit Aktien. Wenn du die Volatilität aus deinem Depot rausnehmen willst, sind EM-ETFs vielleicht nicht die allerbeste Wahl. Nicht falsch verstehen: mein Depot besteht auch zu ca. 18% aus EM-Anleihen (ich baue sie allerdings nicht mehr aus und so wird der Anteil langsam kleiner). Aber wenn es bei den Aktien mal runter geht ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass die EM-Anleihen ebenfalls mit runtergehen und zwar prozentual ähnlich. Das musste ich auch schonmal erfahren – hat sich natürlich im Laufe der Zeit alles wieder eingependelt, daher ist es nicht so schlimm.

    Seit meinem kurzen Engagement in Griechenland-Anleihen meide ich Staatsanleihen. Mir war nicht bewusst, wie schnell man Gesetze ändern kann, wenn man als Staat kein Geld mehr hat… Ich bin zwar mit einem guten Gewinn rausgekommen, hatte allerdings viele schlaflose Nächte – das will ich nicht nochmal. Natürlich kann man die USA und Deutschland nicht mit Griechenland vergleichen, aber trotzdem. Als Alternative habe ich mir den A0RPWN iShares € Corp Bond ex-Financials UCITS ETF rausgesucht, den ich allerdings noch nicht bespare. Dabei habe ich extra die Variante ohne Banktitel gewählt. Der rentiert ähnlich wie der Government-ETF. Allerdings sehe ich es so wie du, dass ein bisschen Vola aus meinem Depot raus muss. Wenn da nur nicht immer die höher rentierlichen Alternativen wären 😉

    Viele Grüße,

    Thomas

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    • Stefan
      Stefan sagte:

      Hallo Thomas,
      willkommen auf meinem Blog und vielen Dank für deinen echt guten Kommentar. Jetzt bleibt die Frage übrig hast du Staatsanleihen aus den EM oder Unternehmensanleihen? Eine gewisse Korrelation ist bei diesen lokal sehr eng zusammenhängenden Anlageklassen meistens normal. Der Anleihenmarkt ist in meinen Augen so oder so sehr fragwürdig derzeit (lockere Geldpolitik). Dennoch möchte ich diese Anlageklasse erstmal aufbauen und schauen wie es läuft. Es bleibt halt am Ende ein langfristiges Investment.

      Bei deinem zweiten Teil gehe ich davon aus, dass du direkt nur diese speziellen Staatsanleihen erworben hast. Hierbei entsteht natürlich ein Klumpenrisiko. Bei deinem genannten ETF handelt es sich denke ich um einen ETF auf Unternehmensanleihen. Staats- und Unternehmensanleihen sollte man erstmal nicht direkt miteinander vergleichen. Das führt nur zu falschen Rückschlüssen.

      Beste Grüße
      Stefan

      Antworten
      • Market-Vertimer
        Market-Vertimer sagte:

        Hallo Stefan,

        in den EM-Anleihen-Fonds sind tatsächlich auch Staatsanleihen, zum größten Teil allerdings Unternehmensanleihen. Genau gesagt habe ich auch mehrere High-Yield-Unternehmensanleihen-Fonds, die packe ich gedanklich nur immer zusammen mit den EM-Anleihen-Fonds, da sie sich auch ähnlich verhalten.

        Ja, bei den Griechenland-Anleihen hatte ich einen Tag vor Fälligkeit die Anleihen deutlich unter pari erworben, in der Annahme, dass Privatleute schon nicht „enteignet“ würden. Tja, heute bin ich schlauer…

        Viele Grüße,

        Thomas

        Antworten
        • Stefan
          Stefan sagte:

          Hallo Thomas,
          dann brauchst du dich nicht wundern, wenn du beide Anleihenformen hältst und dazu auch noch Einzelaktien aus den EM. Da liegt eine Korrelation sehr nahe.
          Beste Grüße
          Stefan

          Antworten
          • Market-Vertimer
            Market-Vertimer sagte:

            Hallo Stefan,
            Einzelaktien aus EM-Staaten habe ich keine. Da bin ich rein in den USA und in Deutschland unterwegs. Dennoch korrelieren die EM-Anleihen-ETFs mit den globalen Aktienmärkten.
            Allerdings ist es natürlich so, dass (wenn man davon ausgeht, dass nicht sämtliche Anleihen ausfallen) die Anleihen auch irgendwann wieder zu 100% zurückgezahlt werden und sich das natürlich auch auf den Anleihen-ETF auswirkt. Das ist bei Aktien natürlich nicht der Fall. Daher machen Anleihen immer Sinn.
            Nur auf Aktien zu setzen ist m.E. eh nix, wenigstens nicht, wenn man sich so wie ich mitten in den 40ern befindet. Aber auch das ist natürlich Geschmackssache…
            Daher ist deine Entscheidung, zusätzlich in Anleihen zu gehen, auf jeden Fall richtig!
            Viele Grüße,
            Thomas

            Antworten
            • Stefan
              Stefan sagte:

              Hallo Thomas,

              ich habe bereits 2 Sparplanausführungen auf meine Anleihen ETFs gehabt. ich konnte in den letzten Tagen keine Korrelation merken, welche du beschrieben hast.
              Ich bin gespannt, wie sich dies weiter entwickeln wird. Weitere Beobachtungen folgen.
              Beste Grüße
              Stefan

              Antworten
  3. Market-Vertimer
    Market-Vertimer sagte:

    Noch ein kleiner Nachtrag:

    Hast du schonmal an ganz was Anderes gedacht wie die von mir geliebten Immobilienfonds? Ich spreche nicht von irgendwelchen ETFs, sondern von z.B. dem 980551 UniImmo: Europa, den ich habe. Der ist totlangweilig, rentiert jährlich aber mit ca. 2,3% – 2,7%. Natürlich muss man sich fragen, ob man den mit Ausgabeausschlag ansparen will oder über die Börse in etwas grösseren Beträgen kaufen will. Und dann gibt´s ja auch noch sowas wie die Sperrfrist bei der Veräußerung (obwohl ich glaube, dass man die über die Börse nicht hat – da aber vorher nochmal genau informieren). Aber in Bezug auf Volatilität rausnehmen ist nur das Tagesgeld besser… Und man muss sowas natürlich mögen.

    Viele Grüße,

    Thomas

    Antworten

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