Wie die Lohnerhöhung dein Konsumverhalten beeinflusst.

Die gute alte Lohnerhöhung

Die Einkommen in Deutschland sind in den letzten Jahren durch die gute alte Lohnerhöhung deutlich gestiegen. Wir befinden uns sogar in einem Trend, dass die Reallöhne wieder zunehmen. Dies führt bei vielen Menschen dazu, dass Sie sich einen höheren Lebensstil aneignen. Dabei vergrößert sich in den meisten Fällen das Auto und der Wohnraum. Ein gutes Beispiel mit einigen vergangenen Zahlen findest du in folgendem Artikel auf Spiegel Online: Deutsche brauchen mehr Platz

Willkommen somit zu meinem neuen Artikel, wo ich dir meine Gedanken über die gute alte Lohnerhöhung mitteile. Am Ende werde ich dir noch meine Vorgehensweise näher bringen, welche ich in den letzten Jahren angewandt habe. Hierbei werde ich mich zum einen auf die klassische Lohnerhöhung und zum anderen auf zusätzliches Einkommen beziehen.

 

Die Gedanken Kreisen lassen

Der Kopf ist rund, damit die Gedanken die Richtung ändern können.

Lohnerhöhungen kommen meistens zu Stande, indem Arbeitnehmervertretungen in Form von Gewerkschaften oder anderen Arbeitnehmerverbänden sich gegenüber ihren Arbeitgebern stark machen für eine Beteiligung am Betriebsergebnis. Der Arbeitnehmer möchte schließlich am Ende ebenfalls vom Erfolg des Unternehmens profitieren. Als Begründung für eine Lohnerhöhung wird meistens das Argument der gestiegenen Lebenshaltungskosten angeführt. Hierzu zählen z.B Mietzins, Energie, Kleidung und Lebensmittel. Es handelt sich somit um die Grundbedürfnisse des Menschen. Eines sollte jedem jetzt irgendwie auffallen –  Wir befinden uns schnell in einem Teufelskreis. Jeder kann die Kosten zur Deckung der Grundbedürfnisse aus eigenem Antrieb möglichst gering halten. Doch der Drang nach mehr und Besserem verleitet uns oft zu emotionalen Entscheidungen, die auf keiner rationalen Grundlagen basieren. Es wird lediglich ein Bedürfnis gestillt, dessen Gefühl der Stillung jedoch nicht lange anhält.

 

Was kannst du dagegen tun

Den ersten Schritt hast du schon erledigt, indem du bis hierhin gelesen hast. Deinen aktuellen Lebensstil kannst nur du selbst reflektieren und in einen Vergleich zu dem stellen, was du noch haben möchtest. Es bleibt dir selber überlassen, ob du jede Lohnerhöhung oder zusätzlich generiertes Geld in deinen Lebensstil steckst. Von einer Investition kann man hier jedoch in den meisten fällen nicht sprechen, da eine Investition dir einen stetigen Rückfluss in Form von Dividenden oder anderen Kapitalerträgen ermöglicht.

Ein Anfang wäre zum Beispiel, wenn du 50% von einer Lohnerhöhung direkt deiner Sparrate zuführst, womit du dann deinen ETF oder Aktiensparplan erhöhen könntest. Die anderen 50% könntest du zum Beispiel für einen etwas kostspieligeren Traum zur Seite legen. Nach Erfüllung von diesem Traum kannst du dir wieder von vorne überlegen, was du mit dem frei gewordenem Geld machen möchtest. Du bedienst somit beide Seiten, zum einen die Vermögensbildung und zum anderen deine Bedürfnisse, die in dir geweckt worden sind.

Solltest du jedoch noch offene Kredite haben empfehle ich dir deine Lohnerhöhung für eine schnellere Tilgung zu verwenden.

 

Wie Handhabe ich Lohnerhöhungen oder zusätzliches Einkommen

Ich habe meine berufliche Karriere anders als die meisten mit einer normalen Ausbildungsvergütung gestartet. Ich hatte von Anfang an ein volles Gehalt. Mir wurde relativ schnell bewusst, dass ich hiervon einen großen Teil regelmäßig zur Seite legen kann. Hier entstand mein 1. Sparplan. Irgendwann flattern durch Beförderungen, Alters- und Erfahrungsstufen die ersten Lohnerhöhungen ein. Beförderungen fielen eher gering aus, sodass ich diese meist zu 100% in meine Sparrate übernommen habe. Bei den Alters- und Erfahrungsstufen habe ich immer 50% in die Sparrate überführt und den Rest erstmal in meinen Lebensstil aufgenommen.

Auf meinem Blog hast du ja schon mitbekommen, dass von meinem Geld, am Ende des Monats meistens noch etwas übrig bleibt. Dieses Geld wandert dann ebenfalls in die Sparrate oder wie aktuell in meinen Umzugstopf. Jedes Jahr gibt es immer wiederkehrend den Termin der Steuererklärung oder andere Quellen öffnen sich mir, aus denen ich dann ein zusätzliches einmaliges Einkommen erhalte. Dieses Geld fließt vollkommen in meine Sparrate bzw. in mein Dividendendepot.

 

Schlusswort

Ich hoffe dir hat dieser Artikel gefallen. Mich würde es interessieren, wie du mit deinen Lohnerhöhungen und zusätzlichem Einkommen umgehst. Über Anregungen oder Kritik würde ich mir somit sehr freuen.

Passend zum Artikel kann ich dir dieses Buch empfehlen: Cashflow Quadrant: Rich dad poor dad

Hier kannst du dir nochmal meine Buchrezension zu dem oben genannten Buch durchlesen: Buchrezension: Cashflow Quadrant

Es kam vermehrt zu Spamkommentaren auf meinem Blog, die meinen E-Mail Postkasten zum Platzen gebracht haben. Ab sofort ist das Tool von Google reCAPTCHA in meinem Blog integriert. Ich hoffe, dass dich dieser kleine Haken nicht vor Kommentaren abschrecken wird.

Gruß

Stefan

8 Kommentare
  1. Ex-Studentin
    Ex-Studentin sagte:

    Bisher ändert sich durch Lohnerhöhungen bei mir nicht viel. Durch die Inflation steigen die Kosten leider automatisch.
    Miete, Nebenkosten, Kabelanschluss, Versicherungen.. Statt die Ausgaben zu erhöhen, kann man alternativ auch weniger arbeiten.

    Liebe Grüße
    Jenny

    Antworten
    • Stefan
      Stefan sagte:

      Guten Morgen Jenny,
      Weniger Arbeiten – Ein Traum, mal sehen ob er sich noch erfüllt 😉
      Kleiner Tipp am Rande, ich habe die Zahlungsweise meiner Versicherungen auf jährlich umgestellt. Dies spart 4% Skonto. 😉
      Ist im Schwabenland alles in Ordnung? 🙂
      Gruß
      Stefan

      Antworten
      • Ex-Studentin
        Ex-Studentin sagte:

        Huhu, danke für den Skonto-Tipp. Nutze ich bereits. 🙂 Wegen der Stundenreduktion: All zu leicht ist das wirklich nicht, aber ich arbeite dran. Z.B. habe ich dieses Jahr 100 Überstunden weniger gemacht als letztes Jahr (und bis Ende des Jahres geht das hoffentlich so weiter). 🙂

        Antworten
    • Stefan
      Stefan sagte:

      Guten Morgen,
      Ich bin der Meinung, dass es sinnvoller ist erst seine Schulden zu tilgen, bevor man mit dem Investieren anfängt. Dies hat den Vorteil, dass sich nach der Tilgung die Sparrate deutlich erhöht. Nebenbei würde ich höchstens meinen finanziellen Schutz schon anfangen aufzubauen, damit man nicht wieder in die Gefahr kommt einen Kredit aufnehmen zu müssen für eine unerwartete Ausgabe. Grundsätzlich versuche ich auch den Konsum durch Schulden zu vermeiden.
      Wer garantiert dir, dass es immer eine Inflation gibt und diese auch noch zunimmt? Bei uns in Europa ist diese in den letzten Jahren unverändert geblieben. Bis zu dem Punkt, dass es sogar zeitweise keine gab. In solchen Zeiten wirst du deinen Kredit so oder so abbezahlen.
      Zudem bin ich der Meinung, das ein System, welches auf Schulden ausgelegt ist, sei es in einem staatlichen System oder im privaten Bereich nicht von langer Dauer sein kann. Irgendwann kommt der Punkt, an dem die Zinsen anziehen und viele Kredite ins unermessliche laufen werden. Die Geschichte hat auch gezeigt, dass es in regelmäßigen Abständen zu Währungsreformen gekommen ist. Die Einführung des Euro ist in meinen Augen ebenfalls eine staatliche Methode um Schulden zu regulieren bzw. auch Geldmengen zu reduzieren. Klar kann eine Inflation deinen Kredit auffressen bzw. dessen Kaufkraft mindern.
      Aber auch diese Herangehensweise birgt Risiken, die man nur schwer einschätzen kann.
      Gruß
      Stefan

      Antworten
  2. Alexander
    Alexander sagte:

    Na, da habe ich aber Glück, dass ich alles habe, was ich brauche. Großes Haus, dickes Auto und ein luxuriöses Leben. Eine weitere Lifestyleinflation bringt nichts mehr 😉

    Was mache ich mit einer Lohnerhöhung? Zu 100 % investieren.

    Ich habe übrigens meine Wochenarbeitszeit reduziert, zwar nur um 2 h, aber die merke ich schon deutlich. Zeit ist letztlich der wahre Luxus.

    Antworten
    • Finanzmixerin
      Finanzmixerin sagte:

      Hallo,

      wozu der Lifestyleinflation frönen, dann doch lieber wie Jenny sagte die Arbeitszeit reduzieren.

      Ich habe ähnlich wie Alexander meine Arbeitszeit geringfügig reduziert. Bei mir steht im Oktober eine Gehaltserhöhung an 🙂

      Antworten
      • Stefan
        Stefan sagte:

        Guten Morgen Alexander und Finanzmixerin,
        Ein schöner Gedanke, seine Arbeitszeit zu reduzieren. Bei mir dürfte das glaube ich mit meinem aktuellen Beruf nicht möglich sein.
        Alexander, du bist da natürlich schon etwas weiter vom Lebensalter, der Depotgröße und schon abgeschlossenen Projekten wie z.B dein Haus. Zwischen uns beiden liegen natürlich auch mehr als 20 Lebensjahre.
        In machen Jahren sind bei mir die Gehaltserhöhungen auch zu 100% investiert worden.
        Viele Grüße
        Stefan

        Antworten

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