Dogs of the Dow Strategie - schlafende Hunde

Schlafende Hunde soll man nicht wecken

Die Hunde sind los. Der Artikel zur letzten Anpassung ist eigentlich noch gar nicht so lange her und da kommt auch schon die nächste Änderung. Ich hege seit längerer Zeit den Wunsch einmal die „Dogs of the Dow Strategie“ mit Echtgeld auszuprobieren.

Wie kam es dazu? – Im neuen Jahr werde ich einige Anlagen auflösen, da diese voll bespart sind oder ihr Enddatum erreicht haben. Dazu zählen 2 Sparpläne und ein Bausparvertrag. Ein Großteil des Geldes wird in mein Dividendendepot fließen. Dort wäre dann eine sehr hohe Liquidität vorhanden. Dieser Liquiditätspuffer verschafft mir sozusagen Zeit bei einigen Werten fürs Dividendendepot an der Seitenlinie zu stehen. Aber auch allgemein werde ich mich im nächsten Jahr im Dividendendepot etwas passiver verhalten.

Ich werde die Sparraten vom Dividendendepot daher in mein 4. Depot umlenken, sodass sich dort der Startbetrag von 10.000 € langsam anhäuft. Dieses Ziel sollte im Juni/Juli 2020 abgeschlossen sein. Die 10.000 € sind damit das oberste Ziel und im Anschluss daran folgt dann die Sparrate von 225 € für das Spaßdepot. Offizieller Start fürs „Dogs of the Dow Depot“ ist der 01.01.2021.

 

Dogs of the Dow und die wilden Hunde – Erklärung der Vorgehensweise

Man sucht sich zum 31.12. eines Jahres die 10 Werte aus dem Dow Jones heraus, welche die höchste Dividendenrendite aufweisen. Am 1. Handelstag werde ich mir diese Werte mit je 1.000 € ins Depot legen und 1 Jahr halten. Am 31.12. schaue ich mir wieder die 10 Werte mit der höchsten Dividendenrendite an und tausche gegebenenfalls die Werte aus. Eine hohe Dividendenrendite impliziert, dass der Wert derzeit unterbewertet ist und im Folgejahr eine Kurssteigerung einsetzen könnte. Statistisch gesehen wurde mit dieser Strategie rund 9,5% p.a. eingefahren. Man findet hierzu recht viele Angaben, sodass ich eher eine Spanne von 8-9% p.a. angeben würde. Man findet auch einiges an Zahlenwerk, welches untermauert, dass eine Buy & Hold Strategie sogar das nachsehen hat. Dies jedoch nur geringfügig. Ich bin gespannt, wie ich mit dieser Strategie abschneiden werde. An einigen Stellen wird einem auch dazu geraten, dies eher mit 20.000 € zu tun. Hierfür fehlt mir leider etwas die Liquidität. Sollte ich mit dieser Strategie Gewinne erwirtschaften, so werden diese wie beim Spaßdepot, dem Dividendendepot zugeführt.

An dieser Stelle möchte ich den Beitrag auf Wikipedia verlinken, wo sich jeder ein eigenes Bild von dieser Strategie machen kann. Auf meinem Blog werde ich nur jährlich bei den Änderungen über diese Strategie berichten.

Für die Umgehung der Depotführungsgebühren habe ich mich bei diesem Depot für einen exotischeren Ansatz eines ETF-Sparplans entschieden: iShares Edge MSCI World Minimum Volatility WKN:(A1J781)

Vielen Dank für diese Inspiration geht an die beiden Herren von EchtGeldTV: Tobias Kramer und Christian W. Röhl. Die Sendung zum Thema Faktor-ETFs kann ich nur empfehlen. Ich selbst habe mir diese bisher 4 mal angeschaut.

In diesem Sinne lassen wir ab 2021 die Hunde los 🙂

 

ETF Sparrate

Nachdem ich meine Depots physisch getrennt habe, musste ich die Sparrate erstmal wieder auf 300 € senken. Dennoch möchte ich hier an meine Grundidee festhalten und an diese sehr schnell wieder anknüpfen. Die erste Erhöhung steht somit an und die neue Sparrate beträgt 300,40 €. Eine Steigerung um monatlich 0,40 €, welche ich direkt in den MSCI World von Lyxor fließen lasse. Dies ist natürlich vollkommen minimalistisch. Ein Eichhörnchen ernährt sich halt langsam und stetig. Die Aktion-ETFs der Comdirect werden sich im Jahr 2020 zudem für mich nicht ändern, sodass ich meine bisherige Auswahl weiter bespare.

 

Buchrezension: Marc Aurel – Wege zu sich selbst

In den vergangen Wochen hatte ich von Marc Aurel das Buch Wege zu sich selbst* gelesen. Es ist ein Buch, welches sehr philosophisch ist und versucht vielen Dingen des menschlichen Zusammenlebens auf den Grund zu gehen. Eine eigene Buchrezension wollte ich hierzu nicht schreiben, daher binde ich es in diesen Artikel mit ein. Dieses Buch beinhaltet eigentlich auch viele Fragestellungen, mit denen ich mich in den letzten Jahren auch intensiver befasst habe. Die Fragen und Antworten haben sich von damals zu heute nicht wirklich geändert. Marc Aurel war ein römischer Kaiser und lebte von 121 – 180 n. Chr. Das Buch handelt viel von den eigenen Werten, Prioritäten, Charakter, Rechtschaffenheit, Standhaftigkeit, Umgang mit Fehlern und der Suche nach dem eigenen Lebensweg. Ich bin der Meinung, dass dieses Buch jedem etwas geben kann, der sich manchmal fragt, was er eigentlich jeden Tag tut. Im Hinblick auf die eigenen Finanzen lässt sich ebenfalls viel herausziehen.

Vielleicht hast du ja jemanden in deiner Familie oder deinem Umfeld, dem es aktuell nicht so gut geht, da seine Gedanken viel um Probleme kreisen. So ist dieses Buch* eventuell etwas für ihn, um dem oder derjenigen einen Denkanstoß zu geben.

Vorsicht: Es liest sich sehr schwer und auch ich musste so manche Seite mehrmals lesen, Passage wiederholen, um so der Argumentationsketten folgen zu können.

 

Schlusswort

Ich denke manchmal glaube ich zu viel über Geld nach. Das liegt wohl in meiner Natur, da ich ein sehr strukturierter und organisierter Mensch bin. In Kürze folgt dann der Artikel mit meinen Zielen für das Jahr 2020. Ich wünsch euch somit allen erstmal erholsame Feiertage und friedliche Weihnachten im Kreise der Familie.  Wir sehen, hören und schrieben uns mit Sicherheit auch im neuen Jahr.

Beste Grüße und Frohe Weihnachten

Stefan

PS: Mir kommen gerade Erinnerungen an Weihnachten 2018 in Neuseeland hoch – Dieser Urlaub lässt mich irgendwie nicht mehr so ganz los.

UPDATE: Es hat nichts mit Hunden zu tun. Das Wort Dog steht hier in einem anderen Zusammenhang z.B. „geringer Wert“ oder „wertlos“

1 Antwort

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  1. […] einiger Änderungen an meinen Sparzielen, welche ich in einem Beitrag im Dezember zu meinen Anpassungen beschrieben hatte, werde ich die Summe bei 10.000 € belassen. Das neue […]

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