Die Abwärtsspirale in den Schuldensumpf

Die Abwärtsspirale beginnt

Du hast es durch die Verführung der Kreditinstitute und dem Statusdenken der Gesellschaft in die Abwärtsspirale geschafft. In diesem Artikel möchte ich mich etwas mehr mit dem Thema Schulden beschäftigen. Banken machen es uns wirklich einfach und suggerieren einem unendliche Freiheit durch Konsum. Kaufe jetzt und zahle später sind die neusten Werbesprüche auf dem Kreditmarkt. Unerfüllte Wünsche wollen schließlich auch endlich mal bedient werden. Sparen war noch nie deine Stärke und du lebst ja jetzt sind oftmals Gedankengänge, welche weit verbreitet sind.

Doch unsere Probleme fangen erst an, wenn wir uns eine Kreditkarte zugelegt haben und nun grenzenlose Freiheit genießen wollen. Die ersten Waren sind auf Kredit finanziert und auf den ersten günstigeren Ratenkredit hast du bereits umgeschuldet. Der Konsum auf Schulden hat somit begonnen.



Deine Fehler

Fehler sind immer ein hartes Wort und drängen einen in eine Ecke. Besonders im Bezug auf Geld lassen wir uns doch ungerne Fehler vorwerfen. Doch mal ganz ehrlich, Ausreden sind doch nichts als Lügen, welche wir uns selber auftischen, wenn wir uns unsere Fehler nicht eingestehen wollen. Geld ist somit zu einem elementaren Problem und dem Kern unseren Lebens geworden. Die Anschaffung einer Kreditkarte kann somit der Einstieg in die Abwärtsspirale sein. Nach meinem Urlaub in Neuseeland habe ich meine Kreditkarte direkt wieder gekündigt. Kontakloses Zahlen ist ein Trend, der in meinen Augen jegliches Gefühl für den Umgang mit Geld aufhebt.

Deine Ausgaben sind deutlich höher als deine Einnahmen… Hervorragend! Du steckst mitten drin. Diese Entwicklung zu stoppen wird dich sehr viel Energie kosten. Deine Schmerzen aufgrund von Verzicht haben dich übermannt. Es ist Zeit etwas zu ändern! Nur du kannst an deiner Situation jetzt etwas ändern. Niemand anderes hat an deinem Versagen schuld. Es sie dir aber auch gesagt, dass die Erde sich immer weiter drehen wird. Nachdem ich mit meinem 2. Aktieninvestment im Jahr 2011 rund 10.000 € Verlust gemacht habe, hat sich auch meine Welt weiter gedreht. Der Verlust hat im ersten Moment tief gesessen. Dennoch ging es danach stets weiter. Heute muss ich über diese Lektion lachen.

 

Dein Ausstieg

Geld ist zu einem entscheidenden Puntk in deinem Leben geworden. Dies liegt daran, dass du derzeit keines hast. Deine Kreditkarte solltest du als erstes abschaffen bzw. zerschneiden. Dies hält dich erstmal davon ab weitere Ausgaben mit der Kreditkarte zu tätigen. Sollte sich dein Girokonto bereits im tiefroten Bereich befinden, solltest du den Dispo in einen normalen Ratenkredit umwandeln. Bei den Dispozinsen schlagen die Banken richtig zu verhelfen dir hierbei schnell in die Privatinsolvenz zu rutschen.

Stell dir endlich mal die Frage ob du das, was du dort gerade kaufen möchtest wirklich zum Leben brauchst. In den meisten Fällen ist dies nämlich nicht der Fall! Du redest dir dies ein, da es sich eigentlich eher um einen Wunsch handelt, den du dir schon lange erfüllen wolltest. Auf Wünsche solltest du aber erstmal verzichten und lieber jeden Euro zehnmal umdrehen!

Es sei auch gesagt, dass du nicht durch dein Einkommen reich wirst. Vielmehr wirst du durch das Geld reich, welches du nicht ausgibst. Also ermittel deine Einnahmen und Ausgaben, damit du einen Überblick über deinen derzeitigen Standpunkt hast. Als nächstes solltest du deine Schulden auflisten, damit du einen genauen Überblick hast. Du solltest danach ein Gespräch mit deinen Gläubigern und der Bank führen, sodass du viele offene Positionen in einen Kredit zsuammenfassen kannst. Sollte bei deinen monatlichen Einnahmen und Ausgaben etwas übrig bleiben empfehle ich dir einen kleinen Teil davon monatlich beisiete zu legen, damit du dir nebenbei ein kleines Polster für den Notfall aufbaust.

Neue Verdienstquellen wie z.B. ein Nebenjob können dir helfen aus deiner Situation auszubrechen und wieder auf den grünen Zweig zu kommen. Zudem solltest du Lohnerhöhungen erstmal zu 50% in die Schuldentilgung stecken. Von den anderen 50% solltest du dir deinen finanziellen Schutz aufbauen.

Ist deine Siutation so aussichtlos, dass du dir selber nicht mehr helfen kannst, bleibt dir nur den Weg zu einem professionellen Schuldnerberater bzw. der Weg in die Privatinsolvenz.



Schlusswort

Ich selber habe in den 11 Jahren meiner Berufstätigkeit ein Kontensystem entworfen, welches mir unheimlich viel Spaß bereitet. Man sollte sich den Trieb des Menschen nach sich ständig wiederholenden Tätigkeiten zu Nutze machen. Ich habe an meinem System mittlerweile sehr viel Freude entwickelt und kann fast nicht mehr versagen, da ich meinen Plan sehr akribisch verfolge und umsetze.

Ein weiterer Schritt, welchen ich getätigt habe war mich selber von Statussymbolen oder den Gedanken von anderen Menschen über mich zu lösen. Ich und auch du müssen anderen Menschen nicht gefallen. Jemand der versucht deine Art zu leben zu kritisieren möchte dich doch nur auf dem selben Niveau behalten. Wer gönnt einem heute schon den finanziellen Erfolg? Ein Buch welches sich sehr kontruktiv damit beschäftigt lautet: Die Gesellschaft und ihre Reichen*

Am Ende bleibt mir nur zu sagen, dass du deinen Blickwinkel auf Geld nur selber ändern kannst. Schulden oder auch Verluste wie ich sie zum Beispiel im Leben schon hatte sind am Ende nur ein Furz in einem undendlichen Kosmos. Der Spruch stammt von Bodo Schäfer 😉

 

Beste Grüße

Stefan

2 Kommentare
  1. DividendenTina
    DividendenTina sagte:

    So unterschiedlich können die Erfahrungen sein: ich nutze seit einiger Zeit konsequent nur noch die Kreditkarte für alle Konsumausgaben und habe jetzt endlich einen Überblick, was ich jeden Monat wo ausgebe. Ich könnte natürlich auch alle Kassenbons aufheben und zusammenrechnen, aber ich mag es gerne einfach und unkompliziert. Außerdem hasse ich diese Berge von Münzen, die man als Barzahler schnell mit sich rum schleppt.

    Ich hatte auch mal so eine „Revolving“ Kreditkarte, bei der man die monatliche Abrechnung aktiv per Überweisung begleichen muss, weil ansonsten eine teure Ratenzahlung entsteht. War auch überhaupt kein Problem.

    Wer Probleme mit seinen Finanzen hat, sollte aber natürlich auf jeden Fall sein Kaufverhalten kontrollieren. Helfen kann z.B., nur das zu kaufen, was auf dem Einkaufszettel steht. Nichts Spontanes. Die Zahlungsart ist dann ziemlich egal.

    Antworten
    • Stefan
      Stefan sagte:

      Hallo Tina,
      mein Ansatz ist ein ganz anderer. Was interessiert mich, was ich in welchem Bereich ausgebe? Mich interessiert dies eher weniger. Ich bin schon so getriggert, dass ich mir den Kauf vorher sehr genau überlege. Mich interessiert nur noch der Betrag, welcher mir für den Monat noch bleibt. Ich teile den Aufwand den viele betreiben und ihre einzelnen Budgets analysieren eher weniger. Man kann hier unheimlich viel Lebenszeit verschwenden. Zu Anfang einer Finanzplanung wird man jedoch nicht drumheurm kommen seine unterschiedlichen Ausgabenpunkte zu analysieren.
      Nur weil ich keine Kreditkarte nutze heißt das nicht, dass nicht automatisch bar bezahle. Ich nutze meine EC Karte und trage nur noch 30€ an Bargeld im Monat mit mir rum.
      Beste Grüße
      Stefan

      Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.