Blogparade soziale Gerechtigkeit auf Finanzen mit Plan

Blogparade: Du verdienst, was du verdienst!

Diese Überschrift ist schon etwas provokant. Sebastian vom Blog der Hobbyinvestor hat sich auf dem Blog von Madame Moneypenny den Beitrag mit dem Titel „Du verdienst, was du verdienst“ durchgelesen und unter diesem Beitrag einen sehr kritischen Kommentar hinterlassen, der verschiedene Berufsgruppen tangiert. Durch seinen Kommentar erntete er viele Mails und Zuspruch von Menschen, die ihm mit seiner Meinung recht gaben. Den Artikel von Madame Moneypenny findest du hier: Du Verdienst, was du verdienst! Den Kommentar von Sebastian findest du weiter unten in dem Artikel. Seinen Aufruf zur Blogparade verlinke ich dir hier: Aufruf zur Blogparade: Soziale Gerechtigkeit

Ich selbst habe den Artikel ebenfalls gelesen, als er erschienen ist, da mir der Titel im Newsletter direkt ins Auge gestoßen ist.

Was ist soziale Gerechtigkeit

Soziale Gerechtigkeit wird meistens ein Thema, wenn es um die Schere arm und reich und die sinkenden Renten geht. Diese Schere klafft in Deutschland immer weiter auf und dennoch leben wir anscheinend in einem wohlhabenden Land. Jedes Kind hat in Deutschland die Möglichkeit, in die Schule zu gehen und sich kostenlos zu bilden. Mit der Höhe unserer Bildung legen wir in meinen Augen den Grundstein, um in der Gesellschaft Fuß zu fassen und uns am großen Ganzen in der Form von Steuern zu beteiligen. Die eigentliche Berufswahl geschieht nach Neigungen, Talenten und Interessen des Einzelnen. Diesen hohen Grad an Individualität und Freiheit verdanken wir unseren sozialen Systemen. An dieser Stelle würde ich auch sagen, dass wir hier eine hohen Grad an Gerechtigkeit vorfinden, was die grundlegenden Strukturen in der Gesellschaft angeht. Aber auch unsere sozialen Systeme wie Renten-,Arbeitslosen- und Pflegeversicherung sind Teil dieser sozialen Gerechtigkeit. Das diese Systeme mittlerweile total überfordert sind liegt am demographischen Wandel und den Folgen einer überalterten Gesellschaft. Der Generationenvertrag funktioniert nicht mehr.

 

Veränderung des Arbeitsmarktes

Ich bin der Meinung, dass es uns ohne die Agenda 2010 unter Gerhard Schröder heute deutlich schlechter gehen würde. Wir haben es geschafft den Arbeitsmarkt flexibler zu gestalten, da man die Entwicklung der Globalisierung fast zu spät erkannt hat. Mit dieser Globalisierung ging eine Veränderung des Arbeitsmarktes einher, die man nur schwer kompensieren konnte. Unsere Produktion von Gütern wurde zunehmend ins Ausland verlagert. Der Arbeitsmarkt besteht heute hauptsächlich aus dem Dienstleistungsgewerbe. Diese Veränderung ist nicht ganz ohne Folgen geblieben, da das Renteneintrittsalter deutlich erhöht worden ist und die Lohnstruktur sich aufgrund von Zeit- und Leiharbeit nach unten entwickelt hat für viele Berufe. Wenn man die ganze Reform betrachtet wurde damit die Staatskasse deutlich entlastet. Trotzdem werden wir uns vor der Wahrheit nicht verschließen können, dass wir das Rentenniveau so hätten nicht halten können und dieser Schritt nötig war.

 

Folgen der Veränderungen am Arbeitsmarkt

Heute erleben wir unheimlich viel Leih- und Zeitarbeit auf dem Arbeitsmarkt, welche das Lohnniveau deutlich nach unten korrigiert. Es hat sich förmlich eine riesige Branche dazu gebildet. In die Situation von Leiharbeit kann jeder geraten und somit ist Bildung kein Schlüssel, um von dieser Entwicklung verschont zu bleiben. Mittlerweile sind sogar viele Studiengänge von niedrigen Einstiegslöhnen betroffen. An Zeitarbeit und befristete Anstellungen wollen wir erst gar nicht denken. Auch die umlagefinanzierte Rente ist nicht mehr tragbar. Der Staat hat den Weg eingeschlagen, den Bürger mehr in die Pflicht zu nehmen. Ich unterstütze diesen Gedankengang sehr, da ich den Staat nicht als weiches Bett empfinde, sondern eher als eine Form der Regelung und Steuerung gewisser Prozesse innerhalb einer Demokratie und deren Wahrung.

 

Meinung zum Artikel

Das Leben, welches sich jeden Tag auf den Straßen abspielt, bestreitet jeder Mensch mit den Rechten und Pflichten, die ihm zustehen alleine. Aus diesem alleine wächst auch die Verantwortung für seine Rente vorzusorgen, wenn man sich seinen Lebensstandard erhalten möchte. Der Staat hat in meinen Augen nicht die Pflicht, jedem Bürger ein Leben nach seinen Wünschen und Vorstellungen zu ermöglichen. Es handelt sich lediglich um eine Grundsicherung, auf welche man sich nicht verlassen sollte. Bildung kann einem viel eröffnen, doch liegt es in meinen Augen an jedem selbst seinen Lebensstandard im Alter zu erhalten. Den Fehler beim Staat oder bei anderen zu suchen ist in meinen Augen falsch. Jede Entscheidung im Leben trifft man bei vollen Bewusstsein selbst. Wer natürlich aktuell bei Mc Donalds Pommes frittiert und mit dieser Situation unzufrieden ist, sollte anfangen an sich zu arbeiten und eventuell sogar noch einmal weiterbilden. Es ist wie Natascha schreibt jedem sein eigener Einflussbereich, in dem wir sofort wirken können und Ergebnisse erzielen werden. Ihr Artikel hat auch weniger  etwas mit der Kritik an diesen Menschen oder deren Berufen zu tun, sondern eher etwas mit Wachrütteln, Weiterentwicklung und der Übernahme von Verantwortung für sein eigenes Leben.

 

Schlusswort

Tja, eigentlich gibt es keine soziale Gerechtigkeit. Wir können uns nur selbst einen Teil an Gerechtigkeit für unser Leben erarbeiten und daraus schöpfen. Am Ende bist nur du alleine für dich verantwortlich und solltest deine Comfortzone verlassen. Ich fand das Thema dieser Blogparade sehr interessant und denke, dass hier unheimlich viele verschiedene Meinungen zusammen kommen werden. Ich Bitte zudem um einen gemäßigten Ton und Umgang beim Austausch über ein solch sehr kritisches Thema.

Eine Lösung wäre zum Beispiel, da wir ja über Mc Donalds gesprochen haben, könntest du dir einen Aktiensparplan auf dieses Unternehmen anlegen und von den verkauften Pommes profitieren, da Mc Donalds auch eine attraktive Dividende zahlt. 😉

Des Weiteren kann ich dir zum Thema finanzielle Freiheit meine dreiteilige Serie empfehlen, dessen Beginn du hier findest: Der finanzielle Schutz

In einem noch nicht vor allzulanger Zeit erschienenem Artikel mit dem Thema Charaktereigenschaften an der Börse, beschreibe ich Eigenschaften, die du durch die Börse erlernen kannst.

Wenn dir mein Beitrag zur Blogparade gefallen hat, dann kann ich dir aus aktuellen Anlass den Finanzblogaward der Comdirect empfehlen, bei dem du unter nachfolgendem Link für „FP Finanzen mit Plan“ abstimmen könntest: Online Voting

Vielen Dank und weiterhin viel Spaß beim Lesen und Verfolgen von meinem Blog.

Stefan

7 Kommentare
  1. Lena
    Lena sagte:

    Hallo Stefan,

    ich stimme dir da vollkommen zu. Ich glaube, die Menschen erwarten viel zu viel vom Staat, was er gar nicht leisten kann. Mir ist auch oft nicht klar, wieso so ein derart großes Vertrauen in den Staat gelegt wird, ehrlich gesagt, finde ich das sogar sehr gefährlich. Ich finde auch, unser Staat verschwendet Steuergelder in großem Maß. Da wäre ich sehr vorsichtig, diesem Apparat mit Monopolstellung noch mehr Gelder zu überlassen oder ihm gar noch mehr Kompetenzen zuzumuten …

    Viele Grüße

    Antworten
    • Stefan
      Stefan sagte:

      Guten Abend Lena,
      Selbst Kiyosaki warnt vor dem Vertrauen in den Staat und seiner Rentenversicherung.
      Die Eigenvorsorge sollte definitiv an Bedeutung zunehmen.
      Gruß
      Stefan

      Antworten
  2. Manuela
    Manuela sagte:

    Hallo Stefan,

    super Artikel, besonders der Abschnitt „Meinung zum Artikel“. Ich stimme dir zu, dass nicht der Staat für alles verantwortlich gemacht werden kann, sondern wir selbst zu unserem Lebensstandard beitragen (müssen). Wir können uns glücklich schätzen, ein gutes Sozialsystem (sowohl in Deutschland als auch in Österreich) zu haben.

    Viele lehnen sich dann zurück und werden schlichtweg faul und machen sich abhängig. Es mag bequem sein, sich auf den Staat zu verlassen, dennoch ist es auch sehr gefährlich. In Krisenzeiten wenn es der Wirtschaft schlecht geht, sind es dann genau diese Leute, die sich ungerecht behandelt fühlen, obwohl sie zum Großteil selbst schuld sind, weil sie sich auf den Staat verlassen haben.

    Beste Grüße
    Manuela

    Antworten
  3. krankenversicherung
    krankenversicherung sagte:

    Beim Thema soziale Gerechtigkeit denke ich da nur an private Krankenversicherung – es ist der helle Wahnsinn, welche Unterschiede es gibt, je nachdem, welche Krankenversicherung der Versicherte hat. Ich war bis zum 25. Lebensjahr über meinen Vater privat versichert und habe deshalb selbst erfahren, welche Vorteile man geniesst.

    Antworten
    • Stefan
      Stefan sagte:

      Guten Abend,
      Ich selbst habe keine wirklichen Erfahrungen mit den Unterschieden machen können, da ich von der gesetzlichen und privaten Krankenversicherung nicht betroffen bin. Aber auch hier kann ich mir gut vorstellen, dass es dabei erhebliche Unterschiede gibt und viele Behandlungen und Medikamente nicht übernommen werde. Hier kann eine private Versicherung durchaus Sinn ergeben. Aber hier spielt wiederum auch die Frage „dicke“ des Portemonnaie eine Rolle.
      Gruß Stefan

      Antworten

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  1. […] diesem Verhalten möchte ich nicht weiter ausführen. Es gab hierzu mal eine Blogparade zum Thema soziale Gerechtigkeit, bei der ich ebenfalls teilgenommen […]

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