Weihnachtszeit steht vor der Tür

Die Weihnachtszeit beginnt.

Die Weihnachtszeit beginnt

Sehen wir es mal so, ich habe im September schon in einigen Supermärkten die typischen Leckereien zur Weihnachtszeit in den Regalen gesehen. Der Einzelhandel muss halt früh damit anfangen, damit auch ordentlich konsumiert wird. Ansonsten würden die Fabriken noch auf ihren Tonnen an Marzipan, Christstollen und Lebkuchen im Januar sitzen. Durch diese Käufe und die Belastung durch Geschenke entsteht in vielen Haushaltskassen ein großes Loch.

Dies liegt aber nicht nur an den ganzen Süßigkeiten, sondern auch an den ganzen unsinnigen Geschenken, die wir unseren Liebsten oder Bekannten machen. Schau dich mal in deiner Wohnung, deinem Kleiderschrank und deinem Kühlschrank um.  Du wirst feststellen, dass es dir im Grunde an nichts mangelt. Du lebst wenn nicht sogar im Überfluss. Beim Kühlschrank könnte der Blick natürlich gefährlich sein, wenn du noch nicht einkaufen warst.

Weihnachten kann vielleicht auch einfach die Zeit sein, um auf viele Geschenke und Leckereien zu verzichten. Spart nicht nur Zeit, sondern auch Geld, Nerven und Gewicht 🙂

 

Sinn hinter Weihnachten

Der Sinn hinter Weihnachten ist laut Einzelhandel jedes Jahr mit den Konsumenten gemeinsam neue Rekorde im Bereich Verkaufszahlen aufzustellen. Meistens folgen hier dann noch schnell die Top 10 der Dinge, die am häufigsten verschenkt wurden. Die Klassiker wie Parfüm, Kleidung, Uhren, Schmuck sind fast immer dabei. Aber auch viele neue technische Geräte ziehen in die Wohnung ein und belasten dein Portemonnaie und im Laufe der zeit auch deine Seele.

Welchen Sinn erfüllt Weihnachten denn nun eigentlich?

Die Weihnachtsgeschichte und die historischen Ereignisse sind der Ursprung dieses Festes und den sich im Laufe der Zeit daraus entwickelten Traditionen. Haben die alten christlichen Werte in einer Ich-Gesellschaft überhaupt noch ein Fundament, um zelebriert zu werden, oder befinden sich die Parteien Kirche und Staat auf unterschiedlichen Wegen. Steht nicht auch der Konsum von Weihnachtsbäumen, Lichterketten und Weihnachtsschmuck im Fokus. Aus allem lässt sich eine kleine Branche ableiten, welche eine Daseinsberechtigung hat.

Klar ist die Kirche nicht jedermanns Sache. Ich selbst bin ausgetreten, da ich keine Nähe zum Glauben und der Identifikation mit „Gott“ verspüre. Dennoch sind manche Werte der Kirche für eine Gesellschaft unabdingbar. Viele von diesen sollten sogar mehr an Bedeutung gewinne, als sie es jetzt tun.

Macht es denn überhaupt noch Sinn Weihnachten zu feiern, wenn man dem Glauben so oder so abgeschworen hat?

Ein nicht kleiner Teil der Gesellschaft geht sogar nur an Weihnachten in die Kirche. In meinen Augen ist das eine Art purer Selbstdarstellung. In vielen Fällen steckt kein wirklicher Glaube dahinter, sondern nur der Gedanke dabei gewesen zu sein und von den Nachbarn gesehen zu werden. Gibt bestimmt auch noch mehr Gründe, aber den Gang könnte man sich wirklich sparen, wenn man sich an den anderen Tagen im Jahr nicht blicken lässt.

Zumal ich gar nicht wissen will, wie viele von den Anwesenden dort aus der Kirche ausgetreten sind.

 

Alles für die Kleinen

Kinder werden an Weihnachten meisten von allen Seiten (Eltern, Oma, Opa, Tanten) mit Geschenken, Süßigkeiten und Spielzeug überhäuft. Ich bin der Meinung, dass dies in vielen Fällen zuviel des Guten ist. Es entsteht hier eine totale Reizüberflutung und das Kind kann mit vielen Dingen schnell nichts mehr anfangen. Spielzeug steht meistens schon in den Folgetagen unbenutzt in der Ecke.

Hier gehört es sich als Elternteil natürlich klare Grenzen innerhalb der Familie zu kommunizieren und bei Nichteinhaltung auch sofort dazwischen zu gehen.

Vielmehr sollte den Kindern in dieser Zeit bewusst gemacht werden, was Weihnachten überhaupt ist und warum dieses Fest auf der Welt gefeiert wird. Diese Absicht gepaart mit elterlicher Nähe fernab vom Konsum und Spielzeug fördert somit auch den Zusammenhalt in der Familie.

Hierbei kann sich auch eine Abkehr von der Ich-Gesellschaft entwicklen, wenn das Kind im neuen Jahr in der Schule erzählt, was es zu Weihnachten gemacht hat und bekommen hat.

Die Aussagen: ,,Ich habe xyz geschenkt bekommen“ – Im Gegensatz zu :,,Meine Eltern und ich haben xyz unternommen/gemeinsam“ – klingen sehr unterschiedlich.

 

Schlusswort

Am Ende möchte ich betonen, dass ich definitiv kein Gegner von Weihnachten bin. Ich stelle nur vieles in Frage und vermisse einige Grundwerte bei diesem Fest.

Bei vielen Themen beziehe ich zudem eine klare Position, die auf den Einzelnen bestimmt sehr abschreckend wirkt, aber eher zum Nachdenken anregen sollte.

Für mich sollten Familie, Bescheidenheit, Sparsamkeit, Genügsamkeit, Liebe und Ruhe viel mehr im Fokus sein, als Umsatzzahlen, die Anzahl der Geschenke und deren Wert.

 

Viele Grüße und einen schönen Nikolaustag

Stefan

 

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