Warum ich auf ein Auto verzichte…

Auto

Das Statsusymbol in Deutschland – Auto

Die Überschrift sagt hier eigentlich schon alles. An diesem Fakt gibt es auch nichts zu rütteln. Den Deutschen bedeutet ihr Auto eine Menge. Deshalb wird es gehegt, gepfelgt und repariert wie kein zweiter Gegenstand im Leben eines richtigen Deutschen. Okay – Packen wir den Spaß mal etwas beiseite. Wie du sicherlich schon mitbekommen hast, verzichte ich auf den Luxus eines Autos. Ich bin Fahrradfahrer und dies mit Leib, Seele und meinem Portemonnaie. Dies hat natürlich auch Gründe. Diese Gründe werde ich dir in diesem Beitrag erläutern.

 

Kredit

Ich hatte damals mit Beginn meiner beruflichen Laufbahn schon den Willen ein Auto zu kaufen. Doch konnte ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden dafür einen Kredit aufzunehmen und diesen dann die nächsten Jahre abzutragen. Man sollte hierbei nicht vergessen, dass in vielen Fällen aus 10.000€, die du dir von der Bank leihen kannst mal schnell 13.000€ -14.000€ werden können. Die Zinsen spielen hierbei nämlich eine enorme Rolle. Beides konnte ich mir nicht vorstellen und bin entweder mit der Bahn gefahren oder habe mich einer Fahrgemeinschaft angeschlossen. Hierbei hat der Fahrer, dem das Fahrzeug gehört auch einen Nutzen und trägt die Kosten nicht komplett alleine. Trotzdem bietet es sich an, wenn man nicht um ein Auto herum kommt einen Gebrauchtwagen zu kaufen, um die Kosten allein durch Wertverlust in Grenzen zu halten.

 

Steuern

Die meisten Bürger nutzen das Auto um ihr Geld zu verdienen. An diesem Punkt kommt natürlich auch der Fiskus mit ins Spiel. Er belastet der Bürger, der am Ende von seinem Bruttolohn seine Steuern zahlt mit zusätzlichen Steuern für das Auto. Wenn du ein Auto besitzen solltest, dann fallen hier mal schnell ein paar Steuern an. Dazu zählen zum Beispiel die KFZ-Steuer, Mehrwertsteuer und sogar eine Energiesteuer, die 2006 die alte Mineralölsteuer abgelöst hat. Der Steuersatz auf einem Liter Benzin liegt bei circa 70%. In meinen Augen ist das der pure Wahnsinn. Man darf natürlich an dieser Stelle auch nicht vergessen, wofür das Geld verwendet wird, ohne hier jetzt eine intensive Diskussion zu eröffnen. Aber irgendwo wird der Autofahrer schon zu einer Melkkuh abgestempelt.

 

Versicherungen

Wer am Straßenverkehr teilnehmen möchte, muss natürlich auch versichert sein. Natürlich reicht hier eine einfache KFZ Haftpflicht aus, doch wird einem meistens bei neueren Fahrzeugen zu einer Voll- oder Teilkaskoversicherung geraten. Solltest du auf ein Auto angewiesen sein, kann ich dir nur empfehlen am Jahresende neue Angebote einzuholen und gegebenenfalls zu wechseln. Hier lässt sich viel Geld sparen. Wie du sicherlich schon mitbekommen hast, sind Versicherungen nicht meine größten Freunde. Auch eine Versicherung, würde meine Fixkosten weiter steigen lassen, nur damit ich mobil bin. Um mobil zu sein, bedarf es jedoch in meinen Augen nicht unbedingt ein eigenes Auto.

 

Reparaturen

Ein Auto ist ganz klar ein Gebrauchsgegenstand und keine Investition. Daher bedarf es auch einer gewissen Pflege. An dieser Stelle darf man nicht vergessen, dass wir eine Technik instandhalten, welche schon mehr als veraltet ist. Das einzige was sich ändert sind nur noch die Formen der Karosserie. Im Innenleben wird immer mehr eingebaut, sodass die Motoren auch nicht wirklich spritsparender werden. Reifen, Bremsen und all die anderen Wartungskosten, die auf dich und mich zu kommen belasten dein Portemonnaie. Im Bekanntenkreis habe ich schon einmal die Äußerung zuhören bekommen :,, Ich kann da leider nicht mitkommen, da ich nächste Woche die Bremsen gewechselt bekomme.“ Hier scheint natürlich auch in Sachen Budgetierung kein richtiger Umgang mit Geld vorzuherrschen. Zudem es kann schnell mal zu unerwarteten Kosten kommen, die dann ein tiefes Loch in dein Haushaltsbuch reißen. Für mein Fahrrad fallen jährlich rund 150€ im Durchschnitt an Instandhaltungskosten an, welche ich liebend gerne trage.

 

Sonstige Kosten

Parkgebühren…. Wer ist nicht schon mal ewig im Kreis gefahren und hat versucht einen Parkplatz zu bekommen. Während dieser Unternehmung würdest du auch noch wertvollen Sprit verbrennen und schmeißt dann noch glücklich 3€ in den Automaten, damit du da stehen darfst…. Glückwunsch, du lebst im Irrenhaus. Des Weiteren sind die Spritkosten auch noch variable und es lässt sich jeden Monat nur schwer einschätzen, wohin der Preis an den Tankstellen läuft. Hier kann man nur grob nach oben kalkulieren. Meistens finde ich jedenfalls eine Laterne oder einen Fahrradständer direkt vor dem Geschäft.

 

Fazit

Klar ermöglicht dir ein Auto bei deinen Reisen zum Beginn und Ende unheimlich viel Flexibilität. Aber ich verzichte gerne auf dieses Statussymbol und genieße die Vorteile von ÖPNV, Fahrrad, Fußwegen und dem zunehmenden Onlinehandel. Natürlich darf man auch nicht vergessen, dass man für die Familie natürlich weniger flexibel ist, als mit einem Auto. Grundsätzlich versuche ich auch meinen Wohnort immer relativ nah an meine Arbeit zu legen, um längeren Fahrtzeiten aus dem Weg zu gehen. Am Ende gibt mir diese Tatsache auch mehr wertvolle Zeit, die ich dann in Sport oder den Blog hier investieren kann. Unter Umständen kann ein Auto auf dem Land zwingend notwendig sein um von A nach B zu kommen. Was sich jedoch nicht verstehe, warum einige noch einen Zweitwagen haben. Diese Anschaffung erachte ich für einen wirtschaftlichen Totalschaden. Ein teures Auto wird dich  in jeden Fall darin hindern ein Stück freier zu werden. Sollte ich natürlich im Leben an den Punkt kommen, dass ich mir ein Auto zulegen muss, dann habe ich hierfür einen kleinen Teil angespart.

 

Alternativen zum Auto

Im Artikel habe ich schon einige Punkte erwähnt, die eine Alternative zum Auto darstellen. An dieser Stelle möchte ich nochmal kurz ein paar weitere auflisten, die ich so nutze.

  1. Öffentlicher Personennahverkehr
  2. Fahrrad
  3. Laufen
  4. Carsharing
  5. Mietwagen
  6. Fahrgemeinschaften

 

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag gefallen und du schaust öfter auf meinem Blog vorbei und verfolgst meinen Weg zur finanziellen Freiheit.

 

Gruß Stefan

6 Kommentare
  1. Finanziell Frei mit 30 - Dominik
    Finanziell Frei mit 30 - Dominik says:

    Hallo Stefan,

    als dualer Student beim Zoll (der die Verbrauchsteuern verwaltet und Energiesteuern auf Benzin, Diesel, etc erhebt) muss ich Dich mal kurz berichtigen.
    Die Mineralölsteuer gibt es bereits seit 2006 nicht mehr, weil sie durch die Energiesteuer damals abgelöst wurde.
    Das hängt hauptsähclich mit der Harmonisierung des Energiesteuerbereichs durch verschiedene Eu-Richtlinien zusammen.

    Du musst für Deinen Sprit also nicht gleichzeitig Mineralölsteuer und Energiesteuer bezahlen.

    Schöne Grüße
    Dominik

    Antworten
  2. Stefan
    Stefan says:

    Guten Abend Dominik,

    Vielen Dank für den Hinweis, hab meine Quelle da nochmal unter die Lupe genommen und hatte die Fußnote nicht beachtet.
    Hab ich im Beitrag dann behoben.

    Gruß Stefan

    Antworten
  3. Djerun
    Djerun says:

    Mal wieder ein realitätsfremder Artikel.

    Wer Kinder hat, die mal von Mama oder Papa auf dem Weg zur Arbeit zur Kita geschafft werden, und dessen Arbeitswege sich zeitmäßig um das Dreifache mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erhöhen (und da geht es jedem so, der nicht in Ballungszentren lebt oder direkt neben dem Bahnhofsgebäude), der benötigt zwei PKW. Ob er er will oder nicht!

    Aber stimmt, der Neuwagenwahn und SUV-Unsinn nimmt in Deutschland überhand!

    Ciao!

    Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Guten Abend Derjun,

      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich respektiere diesen zu 100%.
      Ich bin bei der Betrachtung des Zweitwagen nicht von einer Familie ausgegangen, sondern von meinem Standpunkt als Alleinlebender. In dieser ähnlichen Situation leisten sich einige Menschen einen Zweitwagen.
      Diesen Punkt hätte ich am Ende etwas näher umschreiben können.
      Das geschilderte Problem in deinem Beitrag gibt es!

      Beste Grüße
      Stefan

      Antworten
  4. Hedonist
    Hedonist says:

    Was wieder einmal meine Meinung unterstreicht, dass die Gründung einer Familie einem beträchtlich vom Ziel der finanziellen Freiheit wegführt.

    Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Guten Tag Hedonist,

      Finanzielle Freiheit und Familie sind zwei Optionen im Leben, die in einem Spannungsverhältnis stehen. Ich denke aber, dass mit der richtigen Vorbereitung, Planung, Herangehensweise und dem richtigen Mindset die Gründung einer Familie gelingen kann.
      Nur irgendwann kommt der Punkt, an dem man sich entscheiden muss, worauf man seinen Schwerpunkt legt. Dennoch ist es möglich auch mit Familie in Aktien zu investieren. Vielleicht ist nicht mehr die direkte finanzielle Freiheit drin, sondern der Kompromiss ein paar Jahre eher in Rente zu gehen auch erstrebenswert.

      Viele Grüße
      Stefan

      Antworten

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