Warum eigentlich die Dividendenstrategie?

Dividendenstrategie

Warum ich die Dividendenstrategie anwende?

In meinem neuen Beitrag möchte ich dir ein paar Gründe nennen, warum ich mich für die Dividendenstrategie entschieden haben. Herzlich Willkommen also in der schon etwas vorweihnachtlichen Zeit auf meinem Blog. An sich ist die Dividendenstrategie schon eher langweilig. Man sucht sich Unternehmen anhand von ein paar Kennzahlen heraus und investiert in diese mit dem Ziel diese nicht zu verkaufen. Mit ein bisschen Geduld und steigenden Dividenden baut sich somit das Vermögen im Laufe der Zeit auf. So die Idee. Aber kommen wir nun zu den Gründen, die für mich ausschlaggebend sind diese Strategie anzuwenden.

 

geringer Zeitaufwand

Der Zeitaufwand, den ich investieren muss um eine Aktie auszuwählen ist sehr überschaubar. Dennoch setze ich mich wie du sehr wahrscheinlich in den Beiträgen zu einem Aktienkauf schon gesehen hast mit den wichtigsten Kennzahlen auseinander. Aber auch die Produktpalette ist für mich entscheidend, da ich für mich den Anspruch habe zu verstehen, was genau das Unternehmen macht. Eine Auzählung meiner Kriterien findest du im Bereich Strategie auf meiner Seite. Im Sommer diesen Jahres habe ich sogar gemerkt, dass die Dividendenstrategie sehr entspannt sein kann, wenn man mal nicht in sein Depot schauen kann. Am Ende muss man sich wirklich um unheimlich wenig kümmern. Natürlich sollte man seine Investments 1-2 mal im Jahr auf den Prüfstand stellen.

 

konstanter Rückfluss

Die Rückflüsse bei dieser Strategie bleiben in den meisten Fällen konstant, wenn nicht Auswirkungen von außen wie der Wechselkurs oder steigende Zinsen dazwischen kommen. Natürlich kann eine Dividende auch gekürzt werden. Die Rückflüsse werden von mir reinvestiert und beschleunigen den Zinseszinseffekt. Sollte man in der Lage sein, um von seinen Dividenden leben zu können, passt man seine Ausgaben den Kapitalerträgen an. Man darf dabei aber nicht außer Acht lassen, das die gezahlten Dividenden sich in einem Kursverlust widerspiegelt, da das Unternehmen ja teile seines Gewinnes ausschüttet. Hierbei ist die Gesamtrendite mit den beiden Faktoren Kurs- und Dividendenrendite zu beachten. Es wird somit ein Teil der Rendite eines Unternehmens ausgeschüttet. Den Effekt des Kursverlustes bemerkt man aber am Tag der Ausschüttung meistens nicht, es sei denn es haben sich viele Aktionäre die Aktie vor dem EX-Dividendentag gekauft und sind im nachhinein von der Dividende enttäuscht.

 

Schwankungen

Die Dividenden von zahlenden Unternehmen schwanken in der Regel weniger als die Kurse. Ich muss mir bei vielen Dividendenaristokraten zudem weniger die Sorge machen, dass deren Geschäft nicht mehr läuft. Eine historisch betrachtet gute Dividendenhistorie wird ein Management nicht so einfach durch eine Kürzung kaputt machen.

 

Daytrading wäre nichts für mich

Täglich die Kurse beobachten und den günstigsten Einstiegszeitpunkt oder Ausstiegszeitpunkt zu finden ist mir definitiv zu anstrengend und nervenaufreibende. Ich wähle somit eher den unkonventionellen Weg über die Dividende. Zudem bin ich berufstätig und verfüge nicht über die Zeit mich den ganzen Tag vor den Rechner zu setzen und die Kerzen zu beobachten. Ich habe schließlich auch nicht vor eine Aktie zu verkaufen, sondern möchte ich Buy & Hold* umsetzen. Außerdem macht zuviel hin und her die Taschen leer.

 

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag gefallen. Die Dividendenstrategie ist jedoch nicht perfekt. Deshalb werde ich in einem weiteren Beitrag auf die Nachteile dieser Strategie einmal eingehen.

Solltest du dich für die Dividendenstrategie interessieren kann ich dir das Buch: Cool bleiben und Dividenden* kassieren von Christian W.Röhl empfehlen, den ich persönlich einmal in Berlin kennenlernen durfte. Aber auch die Facebookgruppe: Dividendenstrategie von Jonathan Neuscheler könnte eine interessante Anlaufstelle für dich sein.

 

Gruß Stefan

 

*Bei den beworbenen Produkten auf meinem Blog handelt es sich um Affiliate Links, bei denen ich einen kleinen Anteil an Provision erhalten, wenn du dieses Produkt erwerben wirst. Für dich hat dies keinen Nachteil. Du unterstützt somit nur meine Arbeit mit dem Blog und trägst zu dessen Weiterentwicklung bei.

 

5 Kommentare
  1. Alexander
    Alexander says:

    Die Dividendenstrategie ist was für Faule^^
    Nur leider nicht ganz so langweilig, wenn ich in mein Depot schaue, was da die letzten Jahre passiert ist. Die Fokussierung auf die Erträge bewahrt mich vor zu gr0ßen Dummheiten und Kursschwankungen interessieren viel weniger. Nachteil ist eindeutig, dass es langsam voran geht, dafür aber sicher.

    Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Guten Abend Alexander,
      Das du der Faulste von uns bist wissen wir doch schon 😉
      Ich werde mich nächstes Jahr richtig anstrengen, damit ich auch mal so faul werde wie du!
      Beste Grüße
      Stefan

      Antworten
  2. Joerg
    Joerg says:

    Ehrlich gesagt, ich verstehe Euch nicht!
    Mit Faulheit hat die Div.Strat. weniger zu tun … eher mit … ja, ich verstehe es nicht.
    – mehr Steuern -> Unterperformance
    – weniger Diversifizierung als mit Welt-Portfolio, nochmal Unterperformance (keine Digitalisierungsrevolutionaere, keine Biotech, keine Emerging Markets)
    – dadurch spaeter Finanzielle Freiheit erreicht, bzw kleinere Broetchen in der Rente
    Etw. ausfuehrlicher zB hier: https://frugalisten.de/von-den-zinsen-leben-entnahmestrategien/#comment-2702
    Wo seht ihr Vorteile bei DivStrat, die die Nachteile aufwiegen wuerden?

    Antworten
  3. Hagebutte
    Hagebutte says:

    Hi,

    für mich ist die Dividendenstrategie das Problem mit der mentalen Buch/Kontoführung. Etwas wird mir ausgezahlt was ich sowieso wieder gedenke zu reinvestieren solange ich in der Anzahlungsphase bin. Also unnötige Transaktionskosten + Steuern. Ich habe zwar kurzfristig aus dem Buchgewinn einen echten Cashflow auf mein Konto generiert um ihn anschließend wieder in Form einer Aktie zu einem „Buchgewinn/Verlust“ zu verwandeln.

    Bei ganz großen Depots kann ich Dividenden für ein Rebalancing nutzen, aber das müssen dicke 6 stellige Depots sein. Bei Stockpicking bleiben Dividenden zwar prinzip-bedingt nicht aus, es sei denn man nimmt bewusst andere Werte, aber ich sehe hier keinen Vorteil. Wichtig ist doch nur dass das Depot bis zum Tag X an dem ich von dem Depot leben möchte einen möglichst hohen Wert hat.

    Mit wenigen Verkäufen/Käufen kann dann ein solches fettes Depot immer noch zu einem Dividendendepot umgebaut werden, insbesondere auch unter Zuhilfenahme von Anleihen. Aber warum soll ein 25-45 jähriger der noch vorhat etliche Jahre weiterzusparen jetzt 200-2000€ Dividenden im Jahr ständig von links nach rechts verschieben?

    Klar, Pauschalbetrag durch Kapitalerträge ausschöpfen aber danach doch bitte zusehen, z.B. mit thesaurierenden ETF das Depot nach oben schrauben und nicht die Dividende.

    Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Guten Tag Hagebutte,
      Vielen Dank für deine Gedankenansätze. Auch das Thema Rebalancing finde ich recht interessant.
      Ich stehe denke ich noch sehr weit am Anfang und denke, dass man sich Wege offen lassen sollte.
      Beste Grüße
      Stefan

      Antworten

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