Neue Aktie im Depot: Fresenius

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Einleitung

Das Jahr neigt sich so langsam dem Ende zu und eigentlich hatte ich keine neuen Käufe mehr geplant. In der Vorstellung von meinem Kontensystem hatte ich bereits erwähnt, dass ich monatliche Rückstellungen für diverse Ereignisse bilde, welche losgelöst vom Punkt „finanzieller Schutz“ stehen. Hier habe ich zum Ende des Jahres überflüssige Beträge umgeschichtet und dem Dividendendepot zugeführt. In der Monatsauswertung für November gehe ich auf diesen Punkt noch einmal genauer ein. Durch meinen Aufenthalt in Hamburg bin ich auf das Unternehmen Fresenius aufmerksam geworden, welches die Hochschule in Hamburg fördert.

Nach meinem Aufenthalt in Hamburg habe ich mich dann etwas intensiver mit der Aktie von Fresenius beschäftigt. Es handelt sich hier um einen Deutschen Wert, der im DAX vertreten ist und nicht mit der Aktie Fresenius Medical Care bei der Ausführung der Order zu verwechseln ist.

Das Unternehmen erlangte zudem weitere Bekanntheit durch die Aufwertung des Titels als „Dividendenaristokrat“. Dieser Titel wird nach „25 Dividendenerhöhungen“ in Folge verliehen und dient als ein Qualitätsmerkmal für Investoren, die auf eine steigende Dividende Wert legen. Fresenius ist zudem in Deutschland der einzige Wert, der diesen Titel derzeit trägt.

Nun aber mehr zum Unternehmen Fresenius.

 

Vorstellung von Fresenius

Fresenius als neuer Wert in meinem Dividendendepot.Fresenius entstammt der Hirsch Apotheke aus dem Jahr 1492 und ist im 18. Jahrhundert in die Hände der Fresenius Familie gefallen, die dann den Standort von Frankfurt am Main nach Bad Homburg verlegten. Auch heute ist Bad Homburg der Firmensitz von Fresenius.

Interessanter und wichtiger Punkt  in der Firmengeschichte ist die Übernahme der Familie Kröner im Jahr 1951. Heute ist die Stiftung von Else Kröner ein wichtiger Faktor im Bezug zur Aktionärsstruktur, da hier der Fokus auf einer Wertsteigerung des Unternehmens liegt.

Else Kröner wuchs als Ziehkind bei der Familie Fresenius auf, da ihre Mutter dort als Haushälterin beschäftigt war. Nach Ihrem Studium der Medizin und dem Tod von Eduard Fresenius wanderte die Hirsch Apotheke in den Besitz der Familie Kröner.

Dieser Fakt unterstützt eine emotionale Bindung zum Unternehmen Fresenius durch die Familie Kröner.  Der Name Kröner nimmt zudem einen hohen Stellenwert innerhalb der Gesellschaft durch die verschiedenen sozialen Förderungen der Stiftung ein. Getreu dem Motto, dass  „Vermögen verpflichtet“

 

Produkte

Fresenius verkauft Gesundheit und profitiert von der steigenden Lebenserwartung der Menschen und den daraus häufiger auftretenden Behandlungen. Aber auch die steigende Anzahl an chronischen Patienten und der Bedarf an Therapiemöglichkeiten spielen eine entscheidende Rolle bei der Steigerung von Umsatz und Gewinn. Des Weiteren operiert Fresenius weltweit. Das Hauptgeschäft liegt mit 47% in den USA und auf Rang 2 mit 38% in Europa. Der asiatische Raum, sowie Lateinamerika und Afrika machen zusammen die restlichen 15% aus. In den weniger entwickelten Ländern ergibt sich somit ein deutliches Steigerungspotenzial  beim Umsatz.

Des Weiteren unterteilt sich das Geschäft von Fresenius in 4 Sparten, die einen breiten Markt in der Gesundheitsbranche abdecken.

Fresenius und Übersicht der 4 Sparten.

 

Fresenius Kabi

Fast jeder hat schon einmal im Leben am sogenannten Tropf gehangen und wurde intravenös mit Medikamenten behandelt. Aber auch die gute alte Infusion sollte jedem bekannt sein. Hier handelt es sich um den Bereich der Generika, wo Fresenius als Produzent von Medikamente dessen Schutz offiziell abgelaufen ist, diese günstiger herstellt und vertreibt. Aber auch weitere Produkte aus dem technischen Bereich der intravenösen Behandlung befinden sich bei Fresenius Kabi im Portfolio.

Aus der Vergangenheit lässt sich zudem erwähnen, das Fresenius in diesem Bereich auch 2 Übernahmen getätigt hat. Hier sind zum einen die Übernahmen von dem US Herstellers Akorn und der Biosimiliarmedikamenten Sparte von dem DAX Unternehmen Merck zu nennen.

 

Fresenius Medial Care

Fresenius Medical Care ist ebenfalls im DAX vertreten und wurde in Teilen verkauft. Hier hält Fresenius nur noch rund ein Drittel der Anteile an dieser Sparte. Diese Sparte operiert im Bereich der Dialyse bei Nierenerkrankungen. Patienten sind auf einen regelmäßigen Austausch angewiesen und sorgen somit für konstante Umsätze und Gewinne. Steigerungen kommen durch die erhöhte Anzahl an Neuerkrankungen durch Diabetes und Übergewichtig hinzu, bei denen eine falsche Ernährung zu einem Nierenversagen führt.

 

Fresenius Helios

In dieser Sparte dreht sich alles um den Bereich Krankenhäuser. Mit diesem Thema bin ich nur mal kurz durch einen Bekannten in Kontakt gekommen, der mir vor ein paar Jahren mal davon berichtete, wie sich im Raum Hannover 2 Kliniken zusammengeschlossen hatten. In Deutschland gibt es sehr viele kleine Krankenhäuser, die nicht wirklich profitabel arbeiten. Durch Zusammenschlüsse lassen sich Kosten senken. In diesem Bereich ist Fresenius mit seinen Helios Kliniken stark vertreten und für die Zukunft sehr gut aufgestellt.

Fresenius Helios unterhält in Deutschland mehr als 100 Kliniken. Des Weiteren wurde die Anzahl der Krankenhäuser in Europa durch den Zukauf einer spanischen Krankenhauskette im Jahr 2016 erweitert.

 

Fresenius Vamed

Bei Fresenius Vamed handelt es sich um die kleinste Sparte im Unternehmen. Hier geht es um Dienstleistungen für Krankenhäuser und Einrichtungen. Man könnte diese Sparte auch als Planungsbereich für neue Einrichtungen und die Instandhaltung von schon vorhandenen Einrichtungen bezeichnen. Schließlich bedarf es auch einer Stelle um das Netzwerk von einer großen Anzahl an Krankenhäusern zu koordinieren.

 

Kennzahlen

Bei den Kennzahlen widmen wir uns als erstes einmal dem Umsatz und dem Gewinn. Beides ist seit Jahren steigend. Von 2010 bis 2016 lag der Durchschnitt beim Umsatz bei 11,17 %. Der Steigerung beim Gewinn lag im selben Zeitraum durchschnittlich 18,03%. Zur Verdeutlichung hier eine Grafik aus dem Aktienfinder.

Fresenius Übersicht der Kennzahlen aus dem Aktienfinder von Torsten Tiedt.

Der Umsatz im Jahr 2016 lag bei 29,4 Mrd. Euro und soll laut den Unternehmenszielen bis 2020 auf über 45 Mrd. Euro anwachsen. Einhergehend wird somit auch der Gewinn deutlich zunehmen.

Die Eigenkapitalquote pendelt konstant zwischen 22-28%. Dies ist zum einen durch die Übernahmen in den letzten Jahren begründet und das die Gesundheitsbranche grundsätzlich einen hohen Kapitalbedarf hat. Dieser Punkt wird jedoch durch die steigenden Umsätze und Gewinne deutlich negiert.

Kommen wir nun zum Thema Dividende. Fresenius operiert in meinen Augen äußerst profitabel, da in allen 4 Sparten deutliche Zuwächse beim Umsatz und Gewinn zu verzeichnen sind. Das Pay-out-Ratio liegt konstant bei circa 22%, sodass genügend Spielraum für Investitionen, Forschung und Entwicklung bleibt. Aber auch eine Anhebung der Dividende wäre bei diesem Spielraum möglich.

Die Dividende lag 2016 bei 0,62€ pro Aktie. Bei deutschen Unternehmen ist es üblich nur einmal im Jahr eine Dividende zu zahlen. Auf meinen Einstiegskurs bedeutet dies eine Dividendenrendite von 1,01%. Dieser Wert wird in den nächsten Jahren deutlich zu nehmen, da die Dividendensteigerungen auf 10 und 5 Jahre bei 13,77% und 12,38% liegen.

 

Fazit

Als Fazit bleibt mir nur zu sagen, dass es sich in meinen Augen um ein grundsoliden Konzern handelt, der bei einem Kurs von rund 61,42 € als unterbewertet anzusehen ist. Daher habe ich mich entschlossen am 27.11.2017 25 Stück zum Preis von 61,25€/Stk ins Depot zu legen. Die Gesamtinvestitionssumme betrug demnach 1531,25€.  Einen Nachkauf schließe ich nicht aus, da dieses Unternehmen ein enormes Wachstumspotenzial vorweist.

Als Gefahr sehe ich höchstens den zunehmenden Preisdruck und die sehr kleinen Margen im Gesundheitsbereich. Aber auch der Gesundheitstrend könnte dem Unternehmen in Zukunft das Geschäft streitig machen. Vielleicht gelingt es dem Unternehmen sich in diesem Bereich aufzustellen.

Ich hoffe dir hat dieser Beitrag gefallen. In den Kommentaren kannst du gerne deine Sichtweise zum Unternehmen Fresenius darlegen oder dich mit mir über meinen Kauf austauschen.

Anbei noch eine kleine Buchempfehlung zur Bewertung von Unternehmen und Aktien.

 

Dieser Artikel ist selbstverständlich nicht als Anlageempfehlung zu verstehen. Jeder Anleger sollte sich selber mit dem Unternehmen und den genannten Informationen vor einer Investition auseinandersetzen.

Wenn du mehr über den Aktienfinder erfahren möchtest, kann ich dir den aktuellen Podcast vom Finanzrocker empfehlen: Podcast 83: Der Aktienfinder von Torsten Tiedt

Zu meinen Quellen gehören folgende Internetseiten:

www.fresenius.de

www.ekfs.de

www.wikipedia.org

www.aktienfinder.net

www.finanzen.net

 

 

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2 Kommentare
    • Stefan
      Stefan says:

      Guten Abend,
      Ich bin ja grundsätzlich gegen Zensur, deshalb kurz und schmerzlos.
      “Wahrlich, keiner ist weise, der nicht das Dunkel kennt.” Hermann Hesse
      Um deine Frage zu beantworten, der du ja schon voreilig direkt das Urteil beisteuerst – Nein.
      Ich dem Heft für 2017 von http://www.mydividends.de stand glaube ich ein kleiner Artikel über Fresenius.
      Das Heft gab es in Stuttgart auf der Invest.
      Ansonsten noch vielen Dank für deinen Kommentar und deine Motivation 🙂
      Gruß Stefan

      Antworten

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