Mein Weg in die finanzielle Freiheit

Mein Weg in die finanzielle Freiheit. Frei sein wie ein Vogel.

Mein Weg in die finanzielle Freiheit

Guten Abend zu einem etwas außerplanmäßigen Blogbeitrag. Ich bin durch Zufall auf den Blog www.fyoumoney.de von Pascal gekommen und habe dort einen Aufruf zu einer Blogparade gefunden. In diesem Aufruf soll jeder Blogger oder auch Leser zum Thema „Mein Weg in die finanzielle Freiheit“ einen Beitrag erstellen und in den Kommentaren einen Link zum Beitrag hinterlassen. Seinen Aufruf findest du hier.

Dem möchte ich natürlich nachkommen und wünsche dir viel Spaß beim Lesen.

 

Meine frühste Kindheit

Die Einstellung zu geregelten Finanzen habe ich sehr stark durch meinen Opa eingeimpft bekommen. Neben den typischen Aussagen, dass ich mir doch immer was beiseite legen soll für schlechte Zeiten und der Konsum nicht alles ist bekam ich auch wie fast jeder Enkel ein Taschengeld von meinem Opa. Dies gab es sogar zusätzlich zu neuen Schuhen für meinen Sport regelmäßig.

Mein Opa fungiert für mich auch heute noch als ein Leitbild bei meinen Finanzen. Er hat mit seinem Ableben keine Schulden hinterlassen und es war alles klar strukturiert.

An diesem Punkt habe ich für mich ein Ziel gefunden: Keine Schulden im Leben zu haben und stets eine Struktur erkennen zu lassen

Ich war somit als Kind schon sehr sparsam und hatte meinen Eltern sogar mal mit 14 Jahren 500 Mark geliehen. Ich fungierte hier schon fast wie eine Bank und habe natürlich auch Zinsen verlangt. Keine Sorge, allzu hoch waren diese nicht. Aber eine Verdopplung musste schon drin sein. *Ironie*

Hier habe ich für mich die Lehre gezogen, dass eine sehr starke Abhängigkeit zum Einkommen entsteht, wenn man bei egal wem einen Kredit aufnimmt.

Ich wollte somit auch nie in die Situation der Abhängigkeit geraten, aber das ist als Jugendlicher fast unmöglich. Mit Geld stehen einem ziemlich viele Wege offen.

Es gab jedoch nie ein richtiges Ziel, worauf ich wirklich gespart hatte. Finanzieller Schutz, Sicherheit und Freiheit waren mir bis dato keine Begriffe mit denen ich mich beschäftigte oder auch nur annähernd davon wusste, dass es sie gibt.

Irgendwann kam die Zeit, in der mich Computer sehr interessierten und ich 2.000 € für einen Computer zusammen gespart hatte, den ich dann komplett von meinem eigenen Geld bezahlt hatte. Computer da und Geld weg. Heute würde ich über diese Anschaffung mit dem Kopf schütteln. Aber man kann hier einem Jugendlichen, der noch sehr wenig finanzielles Verständnis hat denke ich keinen Vorwurf machen. Schließlich resultieren aus dieser Investition unendlich viele Lan Partys und Unmengen an Spaß. Eine Zeit die ich heute definitiv nicht missen möchte.

Ich sparte in meiner Kindheit also schon eisern und saß auf einem kleinen Schatz. Dieser Schatz wurde sogar noch durch ein klassisches Sparbuch von meinem Opa zur Konfirmation erweitert.

 

Die Berufswahl und das erste Gehalt

Irgendwann im Leben eines jungen Mannes, steht auch die Entscheidung für einen Beruf an. Somit folgt auch das erste selbst verdiente Gehalt. Ich habe direkt mit einem vollen Gehalt angefangen, von dem ich jeden Monat 300 € in einen Sparplan bei meiner Hausbank einzuzahlen begonnen habe. Dieser Sparplan lief über 7 Jahre. Die Entscheidung dafür fiel durch die Erkenntnis, dass ich irgendwann mal eine spezielle Ausbildung in der Luftfahrtbranche erwerben wollte.

Was ich von dem Gehalt nicht gemacht habe ist mir ein Auto auf Kredit zu kaufen. Dies taten viele meiner Kollegen und waren somit die ersten Jahre an diese Rate gebunden. Ich blieb hier meinem Motto treu niemals Schulden aufzunehmen. Auch heute besitze ich kein Auto, obwohl ich mir eines leisten könnte. Diese Einstellung hat sich aber durch eine Reihe von weiteren Gründen gefestigt.

Den oben erwähnten Sparplan hielt ich sogar bis Januar 2016 vollkommen durch und konnte stolz behaupten, dass ich Geduld und Willen hatte diesen durchzustehen. Durch die immer höheren Einkünfte aus den Zinsen diesem Sparplan stellte ich mir die Frage, ob es die Möglichkeit gibt von Zinsen leben zu können. Viel mehr als mir diese Frage zu stellen tat ich aber nicht.

Ich schaffte es für einen Burschen Anfang 20 zu einem beachtlichen Vermögen in den ersten Jahren. Dabei half mir auch ein Haushaltsbuch in Form einer Excel Datei. Die ersten Versionen existieren heute noch und der Vergleich mit den aktuellen lässt deutlich erkennen, dass ich Ende 2015 über deutlich mehr Wissen verfügte als damals. Mein System funktioniert und wurde dann Mitte 2016 verfeinert.

Auch meine ersten Erfahrungen mit Aktien machte ich in jungen Jahren durch eine Investition in ein Unternehmen aus der Luftfahrt, welches später in die Insolvenz gegangen ist. Hierdurch habe ich eine kleinere 5 stellige Summe verloren.

Aber auch das einmalige glückliche Händchen mit Aktien von Volkswagen verhalf mir rückblickend gesehen heute zu einer sehr entspannte Position. Nach dieser Transaktion ließ ich jedoch erstmal die Finger von der Börse, weil ich gelernt habe, dass man dort Geld gewinnen und auch verlieren kann.

 

Zurück an die Börse

Das Interesse wieder zurück an die Börse zu gehen flammte Ende 2015 Anfang 2016 wieder auf. Die Abrechnungen meiner anderen Sparpläne flatterten ins Haus und ich musste mit Entsetzen feststellen, dass die Zinsen auf dem Boden lagen. Es rückte die Frage nach einem Leben ohne Arbeit und ein bestreiten rein durch Zinseinkünfte wieder in den Vordergrund.

Ich hatte auf meiner Fortbildung zum Industriemeister damit begonnen mir den Kanal „Aktien mit Kopf“ auf Youtube anzuschauen. Ich kann behaupten, dass ich fast alle Videos in dieser Zeit gesehen habe. Dies muss wohl für ganz schön viel Traffic gesorgt haben, den ich da generiert habe.

Ich gelangte über Umwege auf diverse Finanzblogs. Einer davon gehört Alexander von „Rente mit Dividende“ und ein anderer dem „Dividendensammler“. Den zweiten Blog gibt es mittlerweile leider nicht mehr.

Der Entschluss nach den Videos und dem Blog „Rente mit Dividende“ war gefasst. Begriffe wie finanzielle Freiheit, Schutz und Sicherheit saßen fest verankert im Hinterkopf.

Wir gehen das ganze jetzt mal mit Plan an und ich wählte im Sommer 2016 ETF`s als den Einstieg zurück an die Börse. Diesmal mit mehr Hintergrundwissen und einer gesicherten Position.

Seit Anfang 2017 habe ich mich durch diverse Finanzbücher für die Dividendenstrategie entschieden. Die steigende Entwicklung der Dividenden vom Blog „Rente mit Dividende“ war ebenfalls ein Kriterium für diese Strategie.

Aktuell laufen viele Anlagen parallel und ich werde hier auch noch in die Dividendenstratgie umschichten. Dies nimmt aber mindesten noch 1-2 Jahre in Anspruch.

 

Woher nehme ich die Motivation

Mir geht es darum, dass ich meine Zeit frei einteilen möchte. Ich möchte mich langfristig von dem Angestelltenverhältnis lösen und nicht gezwungen sein Arbeiten zu gehen.

Ich finde es zudem schade, dass Menschen einer Verpflichtung gegenüber ihrem Lebensstil heraus einer Tätigkeit nachgehen. Hierbei spiele ich auf das Bezahlen von Kreditraten an.

Ich möchte Menschen um mich herum haben, die einer Tätigkeit aus Passion nachgehen. Im normalen Arbeitsleben trifft man nur sehr wenige, die Dinge aus voller Überzeugung und intrinsischen Gesichtspunkten heraus erledigen.

Ich möchte örtlich unabhängig sein und den Interessen nachgehen, die mich wirklich bewegen. Diese Interessen sind recht vielfältig. Reisen und das Kennenlernen von neuen Kulturen gehören dazu, Landschafts- und Tierfotografie gehören seit meinem Südafrikaurlaub 2015 ebenfalls dazu.

Meine Südafrikareise Ende 2015 war denke ich auch eine wichtige Erfahrung, die mir vor Augen geführt hat, in welchen Abhängigkeiten sich Menschen mit weniger Möglichkeiten befinden.  Fehlende Bildung und fehlendes Geld halten Menschen auf einem Punkt fest, von dem sie nur sehr schwer wegkommen. Der Wissenskreis der Menschen in weniger wohlhabenden Ländern scheint mir sehr eingegrenzt, da der Raum für eine freie Entwicklung und die Möglichkeiten nicht da sind. Besonders in Südafrika würde ich von noch keiner vollständig aufgehobenen Rassentrennung sprechen. Schilder kann man entfernen, aber der Unterschied in der Hautfarbe bleibt dennoch bestehen und lässt sich nur schwer aus den Köpfen entfernen.

Mein Wunsch wäre es, mit dem Erreichen der finanziellen Freiheit nach Neuseeland auszuwandern und dort einer anderen Tätigkeit nachzugehen.

Ende 2016 entschied ich mich sogar dazu einen Blog dazu aufzubauen. Ich möchte über mein Wissen, mein Depot und meine Entwicklung auf dem Weg zur finanziellen Freiheit bloggen. Ich möchte anderen als ein Vordbild dienen und zeigen, dass es möglich ist die finanzielle Freiheit zu erlangen. Dieser Blog motiviert einen natürlich wie das Führen meines Exel Haushaltsbuches seine Ziele nicht aus den Augen zu verlieren. Der Blog hat aber auch einen gewissen Faktor an Selbstverwirklichung an sich und ist jedem Menschen mit Zugang zu Internet ersichtlich und auch der aktuelle Stand auf dem Weg zur finanziellen Freiheit ist für jeden ersichtlich. Dies erzeugt auch einen gewissen Druck, denn man muss jetzt etwas tun.

 

Erwartungen an die finanzielle Freiheit

Mir ist bewusst, dass der Weg zur finanziellen Freiheit sehr langwierig und steinig ist. Aber um jedes Jahr, welches vergeht, kommt man dem Ziel näher. Ich habe sogar bewusst meine private Rentenversicherung gekündigt, da ich hier an keinen wirklichen Erfolg mehr glaube. Staatlich geförderte Finanzprodukte, die in der Ansparphase nicht besteuert werden und bei Eintritt in die Rente voll, zeigen jedem Bürger, dass hier doppelt abkassiert wird. Für den Bürger entsteht kein Mehrwert.

Ich erwarte daher von der finanziellen Freiheit einen ruhigeren Lebensabend am anderen Ende der Welt verbringen zu können.

Der Weg dahin wird mir denke ich noch viele Türen öffnen. Eine davon ist zum Beispiel das Erstellen dieses Blogs. Ein Schritt, der mich nicht viel gekostet hat, nur eine Entschiedung.

Mein Alltag wird durch das vorhandene Vermögen nicht direkt beeinflusst. Ich verzichte auf fast gar nichts. Nur kann ich mit den meisten Konsumgegenständen nichts anfangen. Mir fehlt dazu mittlerweile der Bezug, da ich der Meinung bin, das andere Dinge in unserem Leben einen viel höheren Stellenwert haben sollten als materielle Güter. Sollte ich wirklich dringend mal etwas brauchen, schraube ich meine Sparrate einfach in dem Monat etwas herunter. Ich gehe genauso in Restaurants oder bestelle mal ein Buch bei Amazon wie jeder andere auch. Dafür ist das Geld schließlich auch da.

Meine letzte teure Anschaffung war zum Beispiel ein Mac Book Air. Hier wollte ich von dem weniger stabilen System Windows einfach weg und mal die andere Seite kennenlernen.

Verzichten muss ich also auf gar nichts und so empfinde ich den Weg zur finanziellen Freiheit auch nicht als Qual. Sparen sollte niemals Verzicht bedeuten. Für viele Menschen ist eine Sparquote von 10% besser als 0%.

Den Weg zur finanziellen Freiheit auf sich zu nehmen macht einen sogar freier und schafft Raum für neue Denkweisen und Denkstrukturen. Man entledigt sich auch von vielen Dingen, die einen eher belasten.

Eine Lehre, die ich in den letzten Jahren gewonnen habe ist – Geld fordert die Übernahme von Verantwortung

 

Schlusswort

Finanziell frei zu werden ist ein hohes Ziel. Wenn du ebenfalls diesen Weg einschlagen möchtest, dann fange klein an und nutze die Zeit. Du wirst dich beruflich und menschlich stark verändern.

Ich hoffe dir hat mein Beitrag zur Blogparade von www.fyoumoney.de gefallen.

In den Kommentaren steht es dir natürlich wie immer frei Lob, Kritik und Anregungen anzubringen.

Mich würde auch deine Sichtweise zum Thema „Mein Weg in die finanzielle Freiheit“ interessieren.

 

Gruß Stefan

 

9 Kommentare
  1. Finanziell Frei mit 30 - Dominik
    Finanziell Frei mit 30 - Dominik says:

    Mir gefällt Deine Geschichte und Entwicklung sehr.
    Darf ich vielleicht noch ein paar Fragen stellen?

    Zum Beispiel vorin hast Du zu Beginn der Arbeit über Sparpläne der Hausbank investiert?
    Bis wann möchtest Du die Finanzielle Freiheit erreichen?

    Schöne Grüße
    Dominik

    Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Guten Abend Dominik,
      Ja, ich habe früher/heute noch Kapital in Sparplänen gebunden. Die Verzinsung lag/liegt hier deutlich über dem aktuellen Zinsniveau. Dies waren normale Sparpläne, wo monatlich ein Betrag eingezogen worden ist und die Zinsen jedes Jahr angestiegen sind.
      Dieses Kapital werde ich in den kommenden Jahren umschichten.
      Die Zahlen im Bereich Statistiken gehen hier nur von 6.000 € aus, da ich nicht mehr Startkapital zur Verfügung hatte. Meine ungefähre Zielsumme wird bald in mehreren Blogteilen erscheinen. Ich hoffe, dass ich bis zu meinem 40. Lebensjahr alles in trockenen Tüchern habe. Spätestens jedoch mit 45.
      Ich hoffe ich konnte deine Fragen zielführend beantworten.

      Schöne Grüße aus Stuttgart
      Stefan

      Antworten
  2. Ex-Studentin
    Ex-Studentin says:

    Huhu Stefan,
    noch ein Blogger aus der Region Stuttgart! 🙂 War auch auf der Invest und habe viele Blogger vermutlich gar nicht als solche erkannt.

    Keine Schulden zu machen, ist mir sehr wichtig. Ein guter Vorsatz, durch den der finanzielle Erfolg fast von alleine kommt.

    Liebe Grüße
    Jenny

    Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Guten Morgen Jenny,
      Ich muss dich da leider enttäuschen. Ich komme nicht aus Stuttgart. Für die Invest habe ich den weiten Weg aus Berlin auf mich genommen und fliege heute um 15:00 Uhr schon wieder zurück. Als Blogger bin ich natürlich noch recht unbekannt, von daher ist das kein Problem, dass du mich nicht erkannt hast.

      Liebe Grüße
      Stefan

      Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Guten Abend Phil,
      Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich wünsche dir natürlich ebenfalls viel Erfolg beim Verfolgen deiner Ziele und das du auch in den schlechten Zeiten den Blick für das wesentliche nicht verlierst und es schaffst die Motivation hoch zu halten.
      Gruß Stefan

      Antworten

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