Messehalle der Invest 2017 in Stuttgart.

Review zur Invest 2017 in Stuttgart

Edelmetalle auf der Invest 2017 am Stand von Degussa.Die Invest 2017 hatte ihren Fokus sehr stark auf ökologische, ethische und nachhaltige Anlagen gelegt. Des Weiteren hatte ich den Eindruck, das Social Trading, Rohstoffe und passives vs aktives Investieren weitere Schwerpunkte bildeten. Das Messegelände war für Besucher und Aussteller gut zu erreichen. Aus der Innenstadt brauchte man mit der S-Bahn circa 20 Minuten bis zum Flughafen und nach ein paar Metern zu Fuß befand man sich direkt vor der Halle.

Das Gelände und die Halle machte einen wirklich sauberen Eindruck und die Vorbereitung war optimal. Ich fühlte mich als Besucher dort sehr willkommen. Für Informationen boten die Aussteller auf den verschiedenen Bühne viele interessante Vorträge an und versuchten natürlich jeden Besucher von ihrem Produkt zu überzeugen. Auch ich wurde nicht verschont, konnte aber mit kritischen Fragen zu Kosten, Risiko und Rendite die gute Dame davon überzeugen, dass ich nicht zu Ihrem Kundenstamm zählen möchte. Der Umgangston blieb jedoch immer sehr freundlich und ich hatte den Eindruck, dass niemandem zwangsweise etwas verkauft werden sollte. Beworben wurde viel. Über die Sinnhaftigkeit mancher Anlagen lässt sich streiten. Was der Besucher aus den Eindrücken und den vielen Informationen für sich heraus zieht, bleibt ihm am Ende selbst überlassen. Auch manche Vorträge empfand ich als weniger gelungen und gingen am Thema vorbei.

Sehr positiv ist das Engagement vieler Sponsoren zu bewerten, die für Blogger eine eigene Lounge eingerichtet haben, an der ich mit dem Finanzwesir in Kontakt gekommen bin um über mein ETF Depot zu sprechen. Weitere bekannte Blogger und Youtuber waren Kolja Barghoorn von „Aktien mit Kopf“, Bastian Kunkel von „Versicherungen mit Kopf“ und Lars Wrobbel von „Passives Einkommen mit P2P Krediten“.

Auch die Börse Stuttgart muss man hier loben, die sich wirklich von einer guten Seite präsentierten hat, da auch viele junge Menschen unter 18 Jahren auf der Messe zu sehen waren. Selbst im Anlegertalk am Samstag am Stand der Börse Stuttgart hat man mit dem Statement „Langfristig in etablierte Unternehmen zu investieren“ einen seriösen Einstiegspunkt für die noch jungen Anleger gesetzt, die mit ihren Eltern oder Großeltern vor Ort waren.

Das Publikum selbst war sehr gemischt. Der Altersdurchschnitt lag hier bestimmt zwischen 30 – 40 Jahren.

 

Industrie 4.0 von Thomas Rappold

Dieser Vortrag war für mich einer der interessantesten, weil er von jemandem gehalten wurde, der selbst im Silicon Valley tätig ist und die dortigen Gegebenheiten sehr gut kennt.

Kernpunkte seinen Vortrages waren:

  • Silicon Valley als neuer Wirtschaftspunkt löst die Wall Street ab
  • viele Börsenstarts von Starups`s in Zukunft
  • Technologiefirmen sind heute mehr wert wie Banken
  • Startups scheitern oftmals an fehlendem Kapital und werden dann zügig durch die etablierten wie Apple, Amazon, IBM, Microsoft usw aufgekauft.
  • künstliche Intelligenz wird immer schneller erforscht
  • Änderungen zukünftfähiger Berufsbilder – gesucht werden Programmierer, Software Entwickler, Webdesigner usw.
  • Software als Mietobjekt – siehe Microsoft Office
  • Kombinierung von Hardware und Software um Fertigungsprozesse zu automatisieren
  • Wenn Deutschland dort mithalten will, müssen sich die Unternehmen mit Softwareherstellern zusammenschließen und sich öffnen.

Mein ETF Depot

Mein ETF Depot mit Stand April 2017.

Dann kommen wir mal zu meinem ETF Depot, welches mir im vergangenem Monat etwas Kopfweh bereitet hat. Dazu habe ich dir hier nochmal mein ETF Depot von Anfang April eingefügt. Auf den ersten Blick lässt sich sofort erkennen, dass es eine Übergewichtung im Bereich USA und Deutschland gibt. Mir ist dies Anfang März schon aufgefallen. Jedoch fehlte mir hier noch die entscheidende Initialzündung.  Da für mich auch die Invest in Stuttgart anstand, habe ich diese Problemstellung direkt mit auf die Invest genommen, um diese dort zu klären.

Während der Invest erreichte mich auch eine Mail von einem Leser, dem dies ebenfalls aufgefallen ist. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle für deine Vorschläge und gutgemeinte Kritik.

Wem stellt man den auf der Invest eine konkrete Frage zum passiven Vermögensaufbau – Ganz klar dem Finanzwesir.

 

Der Finanzwesir

Der Finanzwesir ist im deutschsprachigen Raum einer der bekanntestes Blogger rund um die Börse und dem passiven Vermögensbaufbau. Zudem gibt er Personen, die Fragen zu Ihren Finanzen haben in Seminaren konkrete Hilfestellungen. Mittlerweile hat er auch ein Buch geschrieben. Eine genaue Auflistung seiner Angebote findest du hier: Angebote des Finanzwesirs. Darunter sind auch viele kostenlose Blogbeiträge und Podcasts, die dir bei deinem Vermögensaufbau helfen können.

Der Finanzwesir und ich auf der Invest 2017 in Stuttgart.Der Kontakt zum Finanzwesir entstand eigentlich schon am Samstag morgen um 8 Uhr im Frühstücksraum des Hotels. Mir fiel der Mann sofort ins Auge durch seinen markanten Haarschnitt. Mann muss dazu sagen, dass ich am Abend zuvor mir noch ein Youtube Interview von ihm angeschaut habe. Ich war mir jedoch nicht ganz sicher, ob er dies wirklich war. Das lässt sich aber auf der Invest dann schnell herausfinden, denn er wird sich ja dann in der Bloggerlounge aufhalten.

Siehe da – Der Mann vom Frühstück war es wirklich. Die Einstiegsfrage , ob er denn gut gefrühstückt hat, hat er mir Bravour gemeistert. Er konnte mir die Hilfestellung, welche ETF`s ich rausschmeißen könnte sofort geben. Nach meiner eigenen Ansicht wären dies der Dax, MDax, NASDAQ und Dow Jones gewesen. Als kleines Hilfetool hat er mir den Instant X-Ray von Morningstar mitgegeben, den du unter diesem Link findest. Instant X-Ray Morningstar

Am selben Abend habe ich mit dem Tool von oben direkt hingesetzt und meinen Sparplan überarbeitet. Herausgekommen ist nun folgendes Ergebnis.

 

 

Übersicht meines ETF Depots mit Stand vom April 2017.

Der MSCI World wird ab sofort mit 50% gewichtet, darauf folgt dann der MSCI Emerging Markets mit 30% und zuletzt der Euro Stoxx 600 mit 20%.

Ich hätte hier auch noch einen ETF für die Small Caps oder Asien dazu nehmen können, da diese Bereiche untergewichtet sind. Auch eine Optimierung im Bereich der Kosten ist möglich, wenn ich hier den Anbieter wechseln würde. Die Kosten sind für mich aber kein Kriterium, da ich keine Optimierung bis ins kleinste Detail betreiben möchte.

Was passiert mit den bisherigen Positionen?

Diese werden einfach im Depot belassen, da ich kein Kapital freisetzen möchte um es dann umzuschichten. Mit dem fortführen des Sparplans sinkt der Anteil dieser Werte stetig weiter nach unten und hat somit immer weniger Auswirkung auf den Gesamtverlauf des Depots. Die erste Ausführung des Sparplans mit der neuen Zusammensetzung geschieht dann zum 01.05.

 

Schlusswort

Zum Schluss möchte ich mich nochmal bei allen Menschen, die ich getroffen habe für die netten Gespräche und den Input bedanken. Auch das Feedback zu meinem Blog war sehr positiv .

Vielen Dank auch nochmal an den Finanzwesir für die vielen Tipps zum Vermögensaufbau und dem Leben an sich.

Aber auch an Jessica Schwarzer vom Handelsblatt, die im Vorfeld meinen Aufruf zur Invest 2017 in Stuttgart auf Twitter geliked hatte.

Werde ich 2018 ebenfalls vor Ort sein? – Das kann ich so noch nicht sagen, da bis dahin auch noch etwas Zeit vergeht.

Wie hat dir die Invest 2017 gefallen?

Dazu kannst du dich gerne in den Kommentaren äußern oder mir eine Mail schreiben.

5 Kommentare
  1. Finanzwesir
    Finanzwesir sagte:

    Hallo Stefan,
    danke für die nette Erwähnung auf Deinem Blog. Ich habe mich gefreut Dich kennenzulernen und wünsche Dir für die Zukunft alles Gute. Du bist auf einem guten Weg.
    Gruß
    Finanzwesir

    Antworten
  2. Alexander
    Alexander sagte:

    Vielen Dank für den informativen Bericht. Ich muss zugeben, ich war noch nie auf einer Anlegermesse. Irgendwann werde ich mich dazu durchringen.

    So ganz kann ich nicht nachvollziehen, warum du die stillgelegten ETF nicht verkaufen willst. Wie du selber schreibst, werden die immer unwichtiger mit zunehmender Investition in die verbliebenen drei ETF. Letztendlich sind sie Ballast und kosten mentale Energie. Warum dann nicht verkaufen und auf die anderen verteilen?

    Antworten
    • Stefan
      Stefan sagte:

      Guten Abend Alexander,
      Ich empfinde die stillgelegten ETF`s nicht als Ballast und als mentale Belastung schon mal gar nicht. Vielleicht bin ich da auch einfach zu entspannt. 🙂
      Das investierte Kapital arbeitet ja trotzdem irgendwo weiter und warum soll ich jetzt Gebühren in Kauf nehmen.
      Schließlich sind ETF`s auch dazu da, sich entspannt zurückzulegen.
      Gruß Stefan

      Antworten
  3. Sparkojote
    Sparkojote sagte:

    Hallo Stefan,

    Sehr schöner Erfahrungsbericht, finde solche Messen immer ganz cool. Da ich in meiner Nebenbeschäftigung ebenfalls Messen besuche. Das mit der Software kann ich nur bestätigen, das ist meiner Meinung nach eine extrem Zukunftsträchtige Brache. Ich komme nämlich aus dem IT-Umfeld 🙂

    Würde auch ganz gerne Sparpläne machen aber bei meiner Bank gibt es das nicht…

    Gruss
    Der Sparkojote

    Antworten

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