Konsum wo fängt er an?!

Wie der Konsum dich vom reich werden abhält.

Wo fängt der Konsum eigentlich an?

Wo beginnt Konsum und wo hört er auf?! –  Eine individuelle Frage, die bei jedem eine andere Antwort hervorbringt.

Für den einen ist das Abo der Lieblingszeitschrift, das teure Smartphone , das Netflix oder Spoitfyabo zu einem unverzichtbaren Gut geworden. Immer auf dem aktuellsten Trend mitzuschwimmen und Dinge oder Dienstleistungen sofort in Anspruch zu nehmen ist meistens am teuersten.

 

Meine Sichtweise

Meiner Meinung nach, fängt dies bei den kleinen Dingen im Leben an. Es beginnt morgens auf dem Weg zur Arbeit mit einem Brötchen und Kaffee vom Bäcker. Bei durchschnittlich 20 Arbeitstagen pro Monat und einem täglichen Kauf macht das mal schnell 60 €.

Vielleicht sollte man sich aber auch mal fragen, ob es immer das neuste Handy, Fernseher oder Spielkonsole sein muss?

– Brauch man diesen Gegenstand gerade wirklich?

– Welchen Nutzen ziehe ich aus dem Besitz?

Ein ziemlich schlechter Grund ist meiner Meinung nach der Besitz von Statussymbolen. Oftmals schränkt dich das Bestreben nach mehr Anerkennung und Ansehen unter Nachbarn, Freunden, Bekannten und in der Familie ein und verhindert es die finanzielle Freiheit zu erreichen. Es verhindert eigentlich, dass du jemals reich wirst.

Zudem blockiert es dich in der Schaffung deiner eigenen Persönlichkeit und Wertvorstellung. Du klammerst dich zu sehr an materielle Dinge, die dir in deinem Leben keinen Mehrwert bringen werden.

Das höchste Gut, was du im Leben immer haben wirst ist schlicht und ergreifend Zeit. Deine Zeit frei einzuteilen und so zu gestalten wie du möchtest.

Auch ich kann nicht abstreiten, dass ein Kauf in mir ein Glücksgefühl auslöst.

 

Wo konsumieren wir zu viel

In meinen Augen fängt dieser Bereich schon beim Wohnraum an. Die größer eines deutschen Haushaltes ist in den letzten Jahres statistisch gesehen jedes Jahr gestiegen.

Aber auch der Kauf von selbst genutztem Eigentum stellt ein Leben über die eigenen Verhältnisse dar. Du agierst hier mit Geld, welches du eigentlich noch gar nicht besitzt und bist an eine lange Kreditlaufzeit gebunden.

Des Weiteren sind die Bereiche Kleidung, Versicherungen, Abonnements, Elektronikartikel, teure Fernreisen und Lebensmittel bei vielen große Kostenpunkte.

Man könnte fast sagen mit jeder Beförderung im Job steigern wir unseren Lebensstandard. Doch kannst du deinen Standard sofort wieder herunterschrauben, weil du zum Beispiel arbeitslos geworden bist?

Brauchst du diese (Versicherung) wirklich? – Stell dir diese Fragen bitte einmal und überlege ob es das wirklich wert ist.

Für viele sind wie oben der erwähnt der Kaffee und das Brötchen alltäglich geworden. Wir leben in einem deutlichen Überfluss und sind einfach nur noch satt. Aus diesen hohen Status resultiert in vielen Fällen eine Unzufriedenheit.

Konsum macht also schon mal auf längere Sicht nicht glücklich.

Ich halte es viel lieber so gewisse Dinge als außergewöhnlich anzusehen und freue mich dann zudem auf das Produkt oder die Dienstleistung viel mehr. Der Stellenwert bleibt somit hoch und es setzt auch bei einer späteren Wiederholung noch ein kleines Glücksgefühl ein.

 

Sparen bedeutet nicht Verzicht

Natürlich gönne auch ich mir ab und an mal etwas teurere Dinge, auf die ich vorher aber gespart habe. Sparen muss übrigens nicht direkt einen Verzicht auf Lebensqualität bedeuten.

Für mich ist es etwas besonderes, wenn ich mir einmal im Monat bei Starbucks einen Kaffee hole, als wenn jemand dies jeden Tag tut. Es wird bei demjenigen schnell zur Gewohnheit und nimmt dies in seinen Lebensstil fest mit auf. Ich denke, dass wir uns heute dessen auch gar nicht so bewusst sind, wie viel wir durch unnötigen Konsum sparen könnten.

Daher musst dir darüber im Klaren sein, dass alles was du dir anschaffst Geld kostet, was du nicht mehr für den Weg der finanziellen Freiheit zur Verfügung hast. Zudem fehlt dir dieses Geld auch zum Investieren um langfristig Vermögen aufzubauen.

Beim Thema Kleidung bin ich auf einen wirklich interessanten Artikel gestoßen, der mich selbst dazu animiert ein Jahr lang keine Kleidungsstücke zu kaufen. Oftmals besitzen wir wirklich einfach zu viele Kleidungsstücke. Bei mir selbst habe ich dies auch festgestellt. Manche davon habe ich sogar kaum angehabt. Ich selbst habe dutzende Stücke im Schrank, die ich jetzt erstmal alle „abgetragen“ werden bevor etwas neues dazu kommt.

Den Link zum Beitrag findest du hier.

Meine Versicherungen habe ich auf das wirklich nötigste heruntergefahren. Als Beispiel möchte ich dir meine private Rentenversicherung nennen, welche ich im März gekündigt habe.

Bei den vorhanden Versicherungen, habe ich die Zahlungsweise auf jährlich angepasst. So hat sich der Gesamtbetrag für alle Versicherungen um einen kleinen Betrag reduziert.

 

Schlusswort

Ich hoffe ich konnte dir in meinem Beitrag zeigen, dass vielleicht auch du unnötig konsumierst und du dadurch dein Sparpotenzial deutlich minderst.

Du kannst mir in den Kommentaren ja mal schreiben, wo du unnötig konsumierst.

Vielleicht hast du auch schon etwas dagegen getan?

 

Gruß Stefan

8 Kommentare
  1. Der Finanzfisch
    Der Finanzfisch says:

    Hallo Stefan,
    ich kann Dir nur zustimmen: Konsum fängt schon im Kleinen an. Oft sind es ja gerade die kleinen Dinge, die sich in Summe stark negativ auf den Vermögensaufbau auswirken können. Das heimtückische daran ist, dass man es nicht sofort im Portmonee merkt. 3,50€ für einen Kaffee ist ja erst mal kein Betrag, aber über Tage, Wochen und Monate kommt dann eine ordentliche Summe zusammen.

    Und wenn man dann noch die Opportunitätskosten draufrechnet, die man hat weil man das Geld nicht für viele Jahre in einen ETF oder Ähnliches investiert, dann staunt man nicht schlecht, auf was man da verzichtet – wegen eines Kaffees am Tag.

    Aber natürlich muss jeder selbst für sich wissen, was er sich gönnen möchte um sich wohl zu fühlen. Ich finde es jedoch hilfreich, sich solche „Zinseszinsüberlegungen“ zu machen, da sie die „Schmerzgrenze“ zu Gunsten des Vermögensaufbaus verschieben. 😉

    Beste Grüße
    der Finanzfisch

    Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Guten Tag Finanzfisch,

      Danke für dein positives Feedback zu meinem Beitrag.
      Der Zinseszinseffekt ist halt ein sehr mächtiges Instrument, was auch schon Albert Einstein erkannt hatte.

      Gruß Stefan

      Antworten
  2. Danny
    Danny says:

    Hey Stefan,

    ich gebe dir absolut Recht. Zwar sollte man sich nicht dauerhaft im Leben einschränken und sich nichts mehr gönnen, jedoch denke ich das bewusster Konsum der Schlüssel ist.

    Zu viele achten überhaupt nicht auf ihre Ausgaben und das kann eben schnell dafür sorgen das im Monat 60€ für Kaffee und Brötchen draufgehen.

    Um seinen Konsum zu überprüfen empfehle ich auch immer wieder seine Ausgaben per Haushaltsbuch zu kontrollieren um selbst ein Gefühl davon zu bekommen wo das Geld hinwandert.

    Beste Grüße und ruhigen Dienst 🙂
    Danny

    Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Hallo Danny,

      Vielen Dank für dein positives Feedback.
      Ich führe als Haushaltsbuch eine Excel, die ich hier in nächster Zeit auch mal hochladen werde.
      Dein Blog ist ebenfalls sehr interessant. Ich werde ihn mal weiter beobachten.

      Viele Grüße und ebenfalls einen ruhigen Dienst. 😉
      Stefan

      Antworten
  3. Manuela
    Manuela says:

    Hallo Stefan,
    ein sehr gelungener Beitrag, dem ich komplett übereinstimme. Vielen ist einfach nicht bewusst, welche Summen bei so kleinen Beiträgen über die Jahre zusammenkommen. Ich rechne mir immer aus, welchen Betrag ich übers Jahr spare, wenn ich auf den teuren Coffee-To-Go verzichte. Die Summe reicht dann schon aus, damit ich drauf verzichte und das Geld spare und investiere.
    Beste Grüße
    Manuela

    Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Hallo Manuela,

      Vielen Dank für deinen Kommentar.
      Die herangehensweise Beträge jährlich zu kummulieren finde ich gut, dass habe ich mir bei Versicherungen und der GEZ schon angewöhnt, da man so das Skonto spart. Bei den kleinen Dingen macht dies ebenfalls Sinn, da sich diese kleinen Beträe wie du schon sagtest zu einem großen Haufen zusammen schließen.
      Im Monat Mai habe ich mal was mehr gelebt wie sonst und es wird sich auch in meiner Sparquote bemerkbar machen. Schlimm finde ich dies nicht, da Sparen meiner Meinung nach keinen Verzicht bedeuten soll.

      In diesem Sinne immer schön überlegt handeln.
      Gruß Stefan

      Antworten
  4. Gurki
    Gurki says:

    Hallo,
    kannte deinen Blog noch nicht, fand den Artikel aber ganz interessant.
    Hatte gerade eine „Auseinandersetzung“ mit einem Bekannten. Er ist der Lebemann wie er im Buche steht. Er kauft halt einfach wenn er was haben will. Fertig.
    Ich bin da ja nun das komplette Gegenteil. Ich spare. Ich investiere. Aber ich kaufe auch mal teure Dinge, nach dem ich 3x überlegt habe ob ich das wirklich brauche. In seinen Augen bin ich geizig, kaufe nix (obwohl ich auch teure Produkte kaufe).

    Momentan überlege ich mir ein iPad zu holen. Vor allem für meine Weiterbildung finde ich das sehr sinnvoll und ich habe keine Lust immer vor meinem (stationären) Computer zu sitzen. Das mache ich so schon den ganzen Tag auf der Arbeit. Warum nun ein (teures) iPad? Weil ich die Appleprodukte mag. Ich bin zufrieden damit. Sie funktionieren und sie haben AirPlay für meine HiFi-Anlage. Ich hatte mal ein Androidhandy. War ok, aber nach kurzer Zeit gab es schon keine Updates mehr etc. Anyway, ich mag Appleprodukte -> iPad wird irgendwann demnächst gekauft. 🙂

    So, als weitere Investition steht eine Erweiterung meiner (teuren) HiFi-Anlage an. Die Lautsprecher (5000€) möchte ich aber nicht mal eben so kaufen, auch wenn ich es instant könnte. Ich möchte sie mir mit monatlichen Sparraten zusammensparen und freue mich dann, wenn ich die Summe zusammen habe.
    Mein Bekannter sagt aber, warum ich mir das nicht sofort kaufe wenn ich das Geld doch habe. Man lebt ja nur 1x und man lebt jetzt.

    In gewisser Weise hat er ja recht, man sollte nicht unbedingt alles auf später schieben! Aber eine Erweiterung meiner Hifi-Anlage muss ich nicht sofort haben, die kann ich auch noch später tätigen. Das hat Zeit. Ich würde viel lieber JETZT an den Strand und an das Meer fliegen. Erlebnisse und Entspannung „erkaufen“. Das sehe ich als sinnvoller an.

    Das nur mal so nebenbei 🙂

    Grüße, Gurki

    Antworten
    • Stefan
      Stefan says:

      Guten Abend Gurki,
      Ein sehr ausführlicher Kommentar, wofür ich dir ein Lob aussprechen möchte.
      Du fährste in meinen Augen einen gesunden Mittelweg aus Investieren, Sparen und Konsum. Beim Sparen kann man sich halt wie du es machst ein Ziel setzen und wenn die Summe erreicht ist, kann man sich seinen Wunsch erfüllen. Damit vermeidest du auf jeden Fall den Konsum durch Schulden. Gleichzeitig kannst du ja sogar während des Sparprozesses feststellen, ob du den Gegenstand wirklich noch benötigst. Ich habe mir in meinem Haushaltsbuch dafür extra „Töpfe“ angelegt, die jeden Monat mit dem selben Betrag befüllt werden. 🙂
      Ich hatte mir 2012 mal ein Tablet gekauft. Habe dann aber recht schnell gemerkt, dass ich dieses gar nicht benötige und habe es dann wieder verkauft. Auf meinem Industriemeister hatten wir Tablets bekommen für die ganzen Unterlagen, wo es sich auch als lohnenswert einstufen lässt. Diese Erfahrung wirst du denke ich dann ebenfalls machen. Ich kann dir auf jedem Fall einen Stift für das Tablet zum Schreiben und Markieren empfehlen.
      Manchmal soll man sich auch mal WÜnsche erfüllen, die der Seele gut tun. Reisen fällt für mich darunter. Bei mir war das Südafrika 2015. Ich habe in dem Urlaub unheimlich viele Ideen entwickeln können, weil mein Kopf endlich mal frei war vom ganzen alltäglichen Mist. Dadurch habe ich sehr viel Momentum aufgebaut. Bei mir wird es langsam auch mal Zeit für die Planung meiner nächsten Fernreise. 😉
      Aber erstmal steht jetzt meine Abwesenheit im Juli und August an und dann die Wohnungssuche in Köln. Wenn diese beiden Punkte erledigt sind, folgen neue Ziele.

      Gruß Stefan

      Antworten

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